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19.11.2011

15:52 Uhr

Asien-Gipfel

China will Währung flexibilisieren

Auf dem Asien-Gipfel hat US-Präsident Barack Obama zwei heikle Themen angesprochen: Die Währungspolitik und die Konflikte bei den Seewegen im südchinesischem Meer. Nur bei der Währungpolitik ist China gesprächsbereit.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao mit Barack Obama auf dem Asean-Gipfel in Indonesien. AFP

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao mit Barack Obama auf dem Asean-Gipfel in Indonesien.

Nusa Dua/ShanghaiIm Ringen um mehr Einfluss in Asien und dem Pazifikraum nimmt US-Präsident Barack Obama den aufstrebenden Rivalen China direkt ins Visier. Nach seiner jüngsten Diplomatie-Offensive in der rasant wachsenden Wirtschaftsregion erhöhte Obama am Samstag in besonders strittigen Fragen den Druck auf die Volksrepublik. Bei einem Gespräch am Rande des Ostasien-Gipfels auf Bali forderte er Ministerpräsident Jiabao Wen auf, den USA mit einem flexibleren Yuan entgegenzukommen. Obama verlangte von der Pekinger Führung zudem, im Südchinesischen Meer für sichere Handelswege zu sorgen.

Wen wies eine Einmischung der USA in den Konflikt um das Südchinesische Meer indirekt zurück: Der Streit um Besitzansprüche in der von wichtigen Schifffahrtsrouten durchkreuzten Region solle direkt von den betroffenen Staaten gelöst werden, bekräftigte Wen der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge. In dem seit langem schwelenden Konflikt streiten sich China, Vietnam, die Philippinen, Taiwan, Malaysia und Brunei um die Seegrenzen. In dem umstrittenen Gebiet werden unter dem Meeresgrund Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Trotz Wens Zurückweisung sprach die US-Regierung anschließend von konstruktiven Unterredungen. Ein Regierungsvertreter sagte an Bord der „Air Force One“, mit der Obama in die USA zurückflog, Wens Äußerungen seien im Großen und Ganzen sehr gemäßigt gewesen. Obama fühle sich ermutigt dadurch, dass das Thema in großer Breite erörtert worden sei.

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