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25.01.2006

11:23 Uhr

Asien

Reformkommunist neuer mongolischer Premier

Die Regierungskrise in der Mongolei ist zu Ende: Das Parlament in Ulan Bator hat den 41-jährigen Mieagombo Enkhbold zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Damit steigen die Reformkommunisten in dem asiatischen Land vom Juniorpartner zum Koalitionsprimus auf.

HB ULAN-BATOR. Enkhbold ist Vorsitzender der Mongolischen Revolutionären Volkspartei (MRVP), die bis 1990 die kommunistische Einheitspartei war. Die MRVP hatte am 11. Januar ihren Austritt aus der bisherigen Koalition erklärt und damit die Regierung von Tsakhilganiin Elbegdorj vom Demokratiebündnis (MDK) zu Fall gebracht.

Elbegdorj war vorgeworfen worden, nicht genug gegen die desolate Wirtschaftslage in der 2,8 Millionen Einwohner zählenden Mongolei getan zu haben. Die Demokraten beschuldigten Enkhbold hingegen, mit der Aufkündigung der Zusammenarbeit und einer Regierungsneubildung unter seiner Führung nur Ermittlungen wegen Korruption gegen ihn zuvorkommen zu wollen.

Die zwischen China und Russland gelegene Mongolei befindet sich seit der Einführung der Marktwirtschaft Anfang der 90er Jahre im wirtschaftlichen Niedergang. In Ulan Bator kam es zuletzt wiederholt zu Protesten gegen die Landreform und zunehmende Verarmung der Bevölkerung.

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