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20.11.2011

10:17 Uhr

Asiengipfel

Obama erringt diplomatischen Sieg über China

Bei der Debatte über Gebietsstreitigkeiten im Südchinesischen Meer konnte der US-Präsident Chinas Premier umstimmen. Beim Asien-Gipfel auf Bali sagte Jiabao er wolle nun doch mit den USA in der Region zusammenarbeiten.

US-Präsident Barack Obama (r.) mit Chinas Premier Wen Jiabao. Reuters

US-Präsident Barack Obama (r.) mit Chinas Premier Wen Jiabao.

Nusa DuaZum Abschluss seiner einwöchigen Pazifikreise hat US-Präsident Barack Obama einen diplomatischen Sieg über China errungen. Gegen seinen ursprünglichen Willen stimmte Ministerpräsident Wen Jiabao am Samstag einer Debatte über die Gebietsstreitigkeiten im Südchinesischen Meer beim Gipfel der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN auf der Insel Bali zu.

Überraschend waren Obama und Wen am Samstag zu einem einstündigen Gespräch in einem Hotel auf der indonesischen Insel zusammengekommen. An der Unterredung am Rande des Gipfeltreffens der ASEAN-Staats- und Regierungschefs nahm auch US-Außenministerin Hillary Clinton teil. Das Gespräch verlief nach Angaben eines chinesischen Außenamtsvertreters „sehr herzlich“ und „offen“. China wolle mit den USA in der Region zusammenarbeiten.

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Peking hatte sich diese Woche verärgert über die bei Obamas Reise angekündigte Verstärkung der US-Militärpräsenz in Australien gezeigt. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua warf den USA in diesem Zusammenhang eine „Kalte-Kriegs-Mentalität“ vor.

Zudem hatte Wen Washington noch am Freitag vor einer Einmischung in den Streit zwischen China, Vietnam, den Philippinen und Taiwan über Hoheitsgebiete im rohstoffreichen Südchinesischen Meer gewarnt. Bei diesem Streitpunkt lenkte Wen dann am Samstag überraschend ein und diskutierte das Thema bei dem Gipfel. China und Taiwan beanspruchen das Südchinesische Meer für sich alleine, andere Anrainerstaaten wie Vietnam und die Philippinen nur Teile davon.

Die USA seien bei diesem Thema nicht Partei, sagte Obamas Nationaler Sicherheitsberater Tom Donilon auf Bali. Es sei aber im Interesse der USA, wenn im Südchinesischen Meer freier Schiffsverkehr und freier Handel möglich seien. Eine friedliche Beilegung des Streits sei wichtig.

Obama und Wen sprachen nach Angaben von Donilon auch über den Kurs des Yuan. Wen sagte dem Fernsehsender CCTV anschließend, Peking beobachte den Wechselkurs genau und werde «in beide Richtungen» flexibel sein. Die USA machen die schwache chinesische Währung für ihr hohes Außenhandelsdefizit verantwortlich. Kritiker halten den Yuan für deutlich unterbewertet. Chinas Wirtschaft profitiert von einem niedrigen Kurs, weil chinesische Waren im Ausland dadurch günstig sind.

Von

afp

Kommentare (2)

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Nelson.Mandela

20.11.2011, 11:51 Uhr

Sein Bild erinnert mich an Nelson Mandela. Jetzt haben die sogenannten Weissen in Südafrika garnichts mehr zu sagen und Südafrika rutscht wirtschaftlich immer weiter ab. Hoffentlich ist das kein schlechts Omen für die USA.

www.steuerembargo.co.de

20.11.2011, 12:02 Uhr

Ist wohl so, dass China seinen Export mit einer niedrigen Währung steigert. Könnten die USA, wie es die Chinesen noch können, ihren Wechselkurs noch selbst bestimmen, sie wären die ersten, die das machen würden, also was sollen die Vorwürfe?

Die andere Seite der Medailie Chinas ist natürlich, dass sie materiell bewertbare Güter exportieren und dafür Papier erhalten, das nur durch eine Illusion gedeckt ist, wie wir zunehmend erfahren und das erkennen die Chinesen nun mit Schrecken! Sie wissen, dass dieses Papier niemals von den USA mit Werten bezahlt werden kann, selbst wenn das gewollt wäre, was auszuschließen ist. Es wird durch die FED weginflationiert in großem Stil und dadurch zu dem was es ist, zu Papier. Diesen Papier ist wegen seiner Beschaffenheit aber zu nichts zu gebrauchen, brennt schlecht, stinkt erbärmlich, ist nicht mal in der Toilette zu benutzen und als Tapete zu klein!

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