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27.12.2011

15:02 Uhr

Asif Ali Zardari

Pakistans Präsident schließt Rücktritt aus

Pakistans Präsident will trotz innenpolitischer Probleme und Druck des Militärs nicht von seinem Amt lassen. Am Todestag seiner Frau, der früheren Regierungschefin Benazir Buto, schloss er einen Rücktritt aus.

Pakistans Präsident Asif Ali Zardari bei einer Presskonferenz in Rawalpindi. dapd

Pakistans Präsident Asif Ali Zardari bei einer Presskonferenz in Rawalpindi.

IslamabadNach einem von heftigen Rücktrittsspekulationen begleiteten Klinikaufenthalt im Ausland hat Pakistans Präsident Asif Ali Zardari einen vorzeitigen Rückzug aus der Politik erneut vehement ausgeschlossen. Er sei das gewählte
Staatsoberhaupt und werde weiter für die Demokratie im Land kämpfen, sagte Zardari am Dienstag bei einer Rede in der Provinz Sindh anlässlich des vierten Todestages seiner Frau, der ehemaligen Regierungschefin Benazir Bhutto. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit der Rückkehr nach Pakistan vor knapp eineinhalb Wochen.

Zardari war nach offiziellen Angaben Mitte Dezember für zwei Wochen im Golfemirat Dubai wegen eines Schlaganfalles behandelt worden. Seine Abreise hatte in Pakistan Spekulationen ausgelöst, der 56-Jährige könnte angesichts massiver innenpolitischer Probleme und unter dem Druck des mächtigen Militärs sein Amt aufgeben.

„Politik ist die Kunst des Machbaren“, sagte Zardari vor mehreren Zehntausend Anhängern am Grab Benazir Bhuttos. „Doch eine Nation aufzubauen ist die Kunst des Unmöglichen, und ich glaube daran, das Unmögliche zu tun.“ Zardaris Ehefrau war am 27. Dezember 2007 bei einem Anschlag in Rawalpindi getötet worden. Mit der damaligen Oppositionsführerin starben mehr als 20 weitere Menschen.

Von

dpa

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