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11.04.2013

09:09 Uhr

Asmussen

Die EZB hat ihr Pulver verschossen

Jörg Asmussen verteidigt das Vorgehen der Europäischen Zentralbank. Der EZB-Direktor sieht in erster Linie die Länder in der Pflicht. Die Notenbank könne nicht mit Geldpolitik die Probleme der Staaten lösen.

Joerg Asmussen, Chefvolkswirt im Direktorium der Europaeischen Zentralbank, sieht die Staaten in der Pflicht. dapd

Joerg Asmussen, Chefvolkswirt im Direktorium der Europaeischen Zentralbank, sieht die Staaten in der Pflicht.

BerlinEZB-Direktor Jörg Asmussen hält die Möglichkeiten der Europäischen Zentralbank (EZB) für weitgehend ausgeschöpft, zur Lösung der aktuellen Probleme in der Euro-Zone beizutragen. „Wir können das Regierungshandeln nicht ersetzen, wir können keine Haushalte konsolidieren, keine Wettbewerbsfähigkeit herstellen oder Banken sanieren“, sagte Asmussen der „Stuttgarter Zeitung“ vom Donnerstag.

„Der überwiegende Teil der Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen, liegt in der Verantwortung der Regierungen.“ Und mit Blick auf die Schwierigkeiten in Italien bei der Regierungsbildung merkte er an: LZur Lösung dieses Problems in Italien kann die EZB nichts beitragen“.

Die größten Schuldenmacher in der Euro-Zone

Irland

Das höchste Defizit in der Euro-Zone hat Irland. Es beträgt 8,3 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Griechenland

Rund 7,3 Prozent beträgt das Haushaltsdefizit Griechenlands für 2012.

Spanien

Der Krisenstaat auf der Iberischen Halbinsel kommt auf ein Haushaltsdefizit von 6,9 Prozent.

Slowakei

Platz vier unter den größten Schuldensündern belegt mit einem Defizit von 4,8 Prozent die Slowakei.

Portugal

Knapp hinter der Slowakei reiht sich Portugal ein: Hier schlägt 2012 ein Defizit von 4,7 Prozent des Bruttosozialprodukts zu Buche.

Frankreich

Mit Hilfe von Steuererhöhungen und Einsparungen will Frankreich sein Haushaltsdefizit im nächsten Jahr eindämmen. Dieses Jahr beträgt es noch 4,5 Prozent.

Niederlande

Rund 20 Milliarden Euro müssten die Niederlande sparen, um ihr Defizit unter drei Prozent zu drücken. Derzeit liegt es bei 4,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Slowenien

Auch Slowenien ringt mit steigender Verschuldung und schrumpfendem Wirtschaftswachstum. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 4,3 Prozent.

Zypern

„Sparen, kürzen, streichen“: So lautet auch das Motto in Zypern. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 3,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Asmussen warnte vor der Erwartung, dass der Druck zu Reformen in den Euro-Ländern langsam abnehmen könnte. „Die Erholung wird nicht so schnell vorangehen, so dass der Druck, die Staatshaushalte zu konsolidieren und die Strukturen zu reformieren, noch eine ganze Weile anhalten wird“, sagte er. „Die Hauptsorgen, die ich für dieses Jahr noch habe, sind ein Abflauen der Reformbemühungen und ein Rückfall in nationale Reflexe“.

Der EZB-Direktor verteidigte die nicht unumstrittene Politik der Notenbank mit der Bereitschaft zu Käufen von Staatsanleihen als „im Rahmen unserer Aufgaben“. Er teile aber einzelne Sorgen von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, dass manche meinten, die Geldpolitik sei „so eine Art Allzweckwaffe“ geworden. Wenn etwa ein Land keine Regierung habe, weil die Bevölkerung der politischen Klasse nicht mehr traue, „kann die Geldpolitik das nicht beheben“. Gleiches gelte für den Fall, dass ein Land nichts tue, um Reformen und Wettbewerbsfähigkeit voranzubringen.

Auf die Frage, ob der Austritt eines Mitglieds aus der Eurozone denkbar sei, antwortete er: „Rechtlich ist das zurzeit gar nicht möglich.“ Wichtiger sei aber, dass alle Beteiligten zuletzt klar gemacht hätten, dass sie so etwas nicht wollten.

Von

rtr

Kommentare (17)

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Account gelöscht!

11.04.2013, 09:16 Uhr

Die EURO's werden kräftig in Dollar getauscht und wandern dort an die Aktien-Märkte.

CNBC: "Money goes weher it's welcome, save and productive".

Die 3 Voraussetzungen kann EZB und "EU in Brüssel" nicht mehr garantieren. Darum fliesst der ganze Reichtum ab nach Amerika. Kann ich gut nachvollziehen ... wer will schon Banken sanieren oder vom Staat sein Geld "abgeschnitten" bekommen und ab 100.000 EUR als "reich und vogelfrei" gelten ??

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11.04.2013, 09:19 Uhr

CNBC: "Money goes where it's welcome, save and productive". Es geht um verschiedene Ideologien dabei. In Europa machen sich die Politiker reich und der Rest der Bevölkerungen Europas sollen sich gegenseitig von ihrem Ersparten ernähren.
In den USA kann man sich auch freien Geldfluss, unangetastete Konten und neuerstarkende Wirtschaft verlassen.

Das ist der grosse Unterschied und die Leute begreifen das langasm. Weg mit dem Geld aus Europa !

Account gelöscht!

11.04.2013, 09:20 Uhr

Die "aktive Zivilgesellschaft" bildet sich gerade in Deutschland als "Alternative für Deutschland" Partei AfD - da wird Frau Merkel noch genug Gegenwind bekommen.

Das Beste für Deutschland wäre, wenn Merkel ab September 2013 weder in der Regierung noch weiter in der CDU erscheint. Wir müssen sie loswerden ! Deutschland und Europa müssen sich von ihr befreien. Weg auch mit "EU in Brüssel".

Frau Merkel und auch BP Gauck suchen noch willige Vasallen als "Ehrenamtliche", die als Wasserträger der Alt-Parteien-Politik öffentlich auftreten. Die Promies sind ausgelaugt die will keiner mehr sehen, jetzt werden "Ehrenamtliche" gesucht für die Polit-Show in Deutschland. Darunter verstehen sie "aktive Zivilgesellschaft" als ferngesteuerte Kulisse.

CDU-Soldat Hermann Gröhe bei welt.de:
"Wer die D-Mark will, riskiert Europas Spaltung"

Meinungsforscher trauen der neuen Anti-Euro-Partei einen Überraschungserfolg zu. Die etablierten Parteien warnen hingegen vor Populismus. Eine Rückkehr zur D-Mark würde auch Europa gefährden. ..."

So ein Unfug, was Gröhe von sich gibt. Der EURO ist wie ein XXXL-Anzug, den jeder Staat in Europa zu tragen hat. Für die Südländer wäre ein massgeschneiderter schmaler Anzug mit eigenen Währungen 1000-mal besser und sie würden wieder laufen können ... Im EURO-XXXL-Anzug stolpern sie nur vor sich her.

Aber das ist sogar gewollt, denn "EU in Brüssel" will bankrott gegangene Staaten "aufsammeln" unter ihre Knute. Dafür wurde der EURO in Wirklichkeit eingeführt 2002. Und "Europa" existiert ohne EURO viel besser Herr CDU-Gröhe !!! AfD ist die Alternative im September 2013.

Politik, Propaganda-Presse und GEZ-TV mit all ihren super bezahlten Bediensteten. Das sind die, die "Wein saufen" aber "Wasser predigen" für die ausgepresste Mittelschicht in Deutschland.

Sie zahlen keine Steuern und stopfen sich die Taschen voll mit Diäten, Steuergeld, GEZ-Milliarden. Sie sind die neuen Feudal-Herren, super bezahlt sind sie die neue Oberschicht und knechten das Volk.

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