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09.07.2013

17:12 Uhr

Asylangebot Venezuela

Twitter-Nachricht stiftet Verwirrung um Snowden

Nach Angaben eines russischen Spitzenpolitikers hat Whistleblower Snowden Venezuelas Asylangebot angenommen. Die Nachricht geht um die Welt - doch der Russe macht einen Rückzieher: Er habe das im Fernsehen gehört.

Snowden im Interview

„Ich habe versucht meinen Job zu machen“

Snowden im Interview: „Ich habe abgewartet und versucht, meinen Job zu machen“

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MoskauDie Nachricht ging blitzschnell um den Globus: Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden habe das Asylangebot Venezuelas angenommen, twitterte Alexej Puschkow, der Sprecher des Auswärtigen Ausschusses der russischen Duma am Dienstag. Sofort wurde die Nachricht von russischen Medien, der BBC und Nachrichtenagenturen aufgenommen.

Allerdings: wer die Seite Puschkows besucht oder dem Link einer russischen Zeitung folgt, landet im Nichts, der Tweet über Snowden war bereits wieder gelöscht. Auf Nachfrage von Handelsblatt Online erklärt Puschkow, er habe die Nachricht über Snowden in der Nachrichtensendung "West 24" aufgeschnappt, alle Fragen seien an die Redaktion zu richten.

Auch die Nachrichtenagentur Reuters und der britische Nachrichtensender BBC hatten den Tweet inzwischen verbreitet, schickten dann aber Warnungen hinterher, dass die Situation unklar sei.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte zuvor Snowden öffentlich Asyl angeboten. Auch Bolivien und Nicaragua teilten mit, Snowden ein Bleiberecht zu gewähren, sollte er in ihrem Land Zuflucht vor der US-Justiz suchen.

Snowden hat umfangreiche Spähprogramme der USA und Großbritanniens enthüllt und wird daher von der US-Justiz wegen Datendiebstahls und Geheimnisverrats gesucht. Es wurde vermutet, dass sich der Ex-Geheimdienstmitarbeiter am Dienstag noch immer in der Transitzone des Moskauer Flughafens Scheremetjewo aufhielt.

Von

law

Kommentare (8)

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Lutz

09.07.2013, 17:12 Uhr

Hier wäre er Merkel auch nur im Weg.

Die Freiheit die uns jetzt Stück für Stück von der EU & Co. genommen wird, wird man sich irgendwann mühsam wieder erkämpfen müssen.








Account gelöscht!

09.07.2013, 17:34 Uhr

Natuerlich sollte man die naechsten Schritte von Snowden "twittern". Die NSA hat ja nicht mal mitgekriegt, dass SIE letztlich von Snowden ausspioniert wurde. Irgendwie unglaublich, aber letztlich doch wahr.

22.09.2013

09.07.2013, 18:05 Uhr

Ich kann das Gesülze über diesen Snowden wirklich nicht mehr hören bzw. lesen. Was hat der denn schon groß gemacht? Hat er nur der Welt erzählt, dass der amerikanische Geheimdienst und NSA Gespräche abhört, emails liest und sich in Netze einhackt oder hat er diese abgefangenen Daten veröffentlicht? Offensichtlich nicht!
Anscheinend haben nur die Berufsempörer in diesen Foren und die Politiker in Berlin und Brüssel (von denen man ja weiss, dass sie von nichts ne Ahnung haben) gedacht, dass sowas nicht gemacht wird.
Mir war klar, und jedem der etwas realistisch denkt auch, dass jeder Geheimdienst dieser Welt, der über die entsprechenden Techniken und helle Köpfe verfügt, sämtliche Daten deren er habhaft werden kann abfängt, auswertet und die verdächtigen weiter verfolgt. Der ganze andere uninteressante Datenmüll liegt halt irgendwo ungenutzt herum, was solls?
Mir ist schleierhaft, wie so ein Würstchen durch die Sicherheitüberprüfungen beim CIA kommen konnte!
Kann der Kerl nicht nach Nordkorea abgeschoben werden, da kann er sein Sendungsbewustsein bzgl. Privatsphäre, Datenschutz und Menschenrechte so richtig ausleben.
Vorigen Monat ist einer meiner Lieblingsautoren verstorben, Vince Flynn. Er schrieb Politthriller. Eine Figur aus seinen Romanen war Mitch Rapp. Der sollte sich mal des Falles annehmen, das wäre eine der leichteren Aufgaben für ihn.

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