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27.09.2013

11:31 Uhr

Athen

Attacken nach Demonstrationen gegen Rechtsradikale

In Athen steigt der Unmut unter der Bevölkerung gegen Rechtsradikale. Das Verlagshaus einer griechische Boulevardzeitung wurde angegriffen. Wenige Stunden später vereitelte die Polizei einen Anschlag im Stadtzentrum.

„Neonazis raus“ steht auf einem Transparent während einer Demonstration gegen Rechtsradikale in Athen. Eine griechische Boulevardzeitung, die mit Rechtsradikalen kooperieren soll, wurde angegriffen. dpa

„Neonazis raus“ steht auf einem Transparent während einer Demonstration gegen Rechtsradikale in Athen. Eine griechische Boulevardzeitung, die mit Rechtsradikalen kooperieren soll, wurde angegriffen.

AthenVermummte haben den Eingang der griechischen Boulevardzeitung „To Proto Thema“ verwüstet. Hinter der Attacke werden linke Autonome vermutet. Beim Angriff auf die Zeitung skandierten die Angreifer in der Nacht zum Freitag antifaschistische Parolen und warfen der Presse vor, mit den Rechtsradikalen in Griechenland zu kooperieren. Regierungssprecher Simos Kedikoglou verurteilte die Attacke. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist jedoch erheblich.

Am frühen Freitagmorgen konnten Polizisten einen Anschlag auf den Bruder des Regierungssprechers im Zentrum Athens verhindern. Die Angreifer hätten die Flucht ergriffen, nachdem die Polizei sie lokalisiert habe, teilte ein Mitarbeiter des Ministers mit.

Die Attacken folgen dem gewaltsamen Tod eines Rappers in der vergangenen Woche. Täter soll ein Sympathisant der rechtsextremistischen Partei Goldene Morgenröte sein. Zurzeit untersucht die griechische Justiz, ob die Partei als kriminelle Vereinigung einzustufen ist. Medien berichteten, die Justiz habe bereits Kontakte hoher Funktionäre der Rechtsradikalen mit Schlägertrupps und kriminellen Elementen festgestellt. Am Mittwoch hatten tausende Menschen in Athen und anderen Städten gegen Rechtsextremismus demonstriert.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Aktivposten

27.09.2013, 11:57 Uhr

[Zitat]Vermummte haben den Eingang der griechischen Boulevardzeitung „To Proto Thema“ verwüstet. Hinter der Attacke werden linke Autonome vermutet.[/Zitat]
Wird gegen die auch ermittelt? Werden die Parteien, mit den sie sympathisieren, auch verboten?

stetson

27.09.2013, 12:16 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

007

27.09.2013, 12:53 Uhr

Der schweren Körperverletzung mit Todesfolge voraus, ging nicht ein etwa ein Streitgespräch über politische Fragen, sondern über ein sportliches Ereignis. Die griechischen Linken und die Regierung benutzen dieses tragische Ereignis für ihre politischen Vorhaben.

Es ist doch wunderbar, dass hier in Deutschland die Bürgerinnen und Bürger ohne Migrationshintergrund nicht derart reagieren, wenn ein Bürger ohne Migrationshintergrund von einer Gruppe Bürger mit Migrationshintergrund zu Brei (sorry ist doch so) geschlagen wurde und ein Urteil zu erwarten ist, dass für dieses Gewaltverbrechen einem Freispruch doch sehr nahe kommt. Die Medien würden dann auch völlig andere Kommentare und Artikel dazu verfassen und die Kirchen, die Gewerkschaften, die Arbeitgeberverbände, die demokratischen Parteien, die Regierung, Bundestag, Bundesrat, die Landtage, der hohe Klerus etc. Todschlag ist eben nicht gleich Todschlag. Auf den Täter und sein Opfer kommt es an, welche Bewertung das Verbrechen erfährt. Das ist in meinen Augen Nazismus.

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