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10.04.2015

15:59 Uhr

Atomabkommen mit Iran

Berlin beendet Sanktionen nur unter Auflagen

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland haben sich mit dem Iran auf Grundzüge eines Atomabkommens geeinigt. Nun werden Forderungen laut, die Sanktionen sofort nach der Unterzeichnung zu beenden. Berlin stellt sich quer.

Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, fordert ein sofortiges Ende der Sanktionen nach der Unterzeichnung des Abkommens. dpa

Ajatollah Ali Chamenei

Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, fordert ein sofortiges Ende der Sanktionen nach der Unterzeichnung des Abkommens.

BerlinDie Bundesregierung bremst Forderungen der Wirtschaft und des Irans nach einer schnellen Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen die islamische Republik. Die Strafmaßnahmen würden aufgehoben, wenn der Iran die vereinbarten Auflagen umgesetzt und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) dies bestätigt habe, sagte die stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Sawsan Chebli, am Freitag in Berlin. „An welchem Tag das ist, liegt dann in den Händen Irans.“

Sie reagierte auf Forderungen des religiösen Führers des Irans sowie des Nah- und Mittelostvereins der deutschen Wirtschaft (Numov), Sanktionen sofort nach der angestrebten Unterzeichnung des Atomabkommens Ende Juni zu beenden.

Vergangene Woche hatten sich die fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran auf Grundzüge eines Atomabkommens geeinigt. Umfassende Kontrollen der IAEA sollen sicherstellen, dass die Nutzung der Atomenergie durch den Iran dort nicht zum Bau von Atombomben führt. Nach Abschluss des Abkommens ist eine schrittweise Aufhebung der Sanktionen geplant. Am Donnerstag hatte das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, aber ein sofortiges Ende der Sanktionen nach der Unterzeichnung des Abkommens gefordert.

„Über einen Zeitplan in Monaten und Tagen haben wir bisher noch gar nicht gesprochen“, sagte Chebli mit Bezug auf die vereinbarten Eckpunkte, die als Durchbruch im Atom-Streit mit dem Iran gewertet worden waren. Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz pochte darauf, dass Zusagen nachprüfbar erfüllt werden müssten. Der Sprecher des Wirtschaftsministerium sagte, es gebe noch keine Reisepläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Kommentare (3)

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Herr Paul Rimmele

10.04.2015, 17:24 Uhr

Wieso müssen die Deutschen immer die Moralapostel spielen?
Die Krauts machen sich auf der ganzen Welt immer unbeliebter, besonders bei den Nationen,
die von der Fiananzwelt aus dem nachen Osten und den USA gegängelt werden.

Herr Ercole Domenico

10.04.2015, 17:57 Uhr

Mir ist es ein Rätsel warum Deutschland als nicht Vetomacht an den Verhandlungen teilgenommen hat und nicht die Türkei die vom Ergebnis wesentlich betroffen ist. Was die Größe oder Einwohnerzahl betrifft wäre es sogar logisch, da die Türkei da vor Deutschland kommt.

Herr peter Spirat

15.04.2015, 21:00 Uhr

Bei allem Respekt, aber die Perser haben lange genug unter dem türkischen Terror gelitten. Türken und Araber mag dort keiner, denn selbst der Isalm ist etwas, was kein Perser freiwillig akzetiert hätte. Perser sind keine Araber / Türken und sie empfinden es als böse Beleidigung, wenn man sie so bezeichnen würde. Das ist auch der Grund, warum Nasen OP's (den arabisch, türkischen Nasenhöcker) zum normalen Alltag gehören.

Nur Deutschland ist und war immer ein Freud dieses Landes und wird es auch bleiben. Die Ursachen hierfür liegen aber soooo weit zurück, dass sie wohl nur ein Völkerkundler nachvollziehen kann. Aber Perser, wie auch Deutsche sind von ihrer Gesinnung her so, dass sie durch eigene Arbeit und durch ihre Wissenschaften zu Wohlstand und Ansehen kommen. Also vollkommen anderrs, als Türken / Araber ticken.

Auch wenn es hier kaum bekannt ist, aber das gesamte arabisch, türkische Wissen ist nur von dern Persern übernommen (geklaut). Eigenkreationen dieser Völker findet man mehr in der Kriegskust oder dort, wenn es darum geht, wie man andere völker überfällt und ausraubt.

sorry, hart, aber wahr.

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