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24.08.2012

11:27 Uhr

Atomenergiebehörde

IAEA will Zugang zu umstrittener Anlage im Iran

Die neue Gesprächsbereitschaft Irans im Atomstreit verunsichert die IAEA. Zum Auftakt der Gespräche geht es deshalb um ein bekanntes Anliegen, den Besuch von Atomwächtern in einigen Anlagen des Landes.

Beobachter der Internationalen Atomenergiebehörde wollen Anlagen im Iran besichtigen. dapd

Beobachter der Internationalen Atomenergiebehörde wollen Anlagen im Iran besichtigen.

WienDie Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat zum Auftakt neuer Gespräche mit dem Iran erneut den Zugang zu verdächtigen Atomanlagen in dem Land gefordert. Dabei geht es vor allem um den Militärkomplex Partschin südlich von Teheran, wo möglicherweise Tests mit nuklearem Material durchgeführt worden sind. „Wir wollen alle offenen Fragen klären und werden den Iran fragen, wo sie (die Iraner) mit ihrer Antwort stehen, uns nach Partschin zu lassen“, sagte der Chef der IAEA-Inspektoren, Herman Nackaerts, am Freitag in Wien.

Neuen Verdacht erregten vor allem Satellitenaufnahmen von Partschin. Diese sollen zeigen, dass Materialien abtransportiert, Gebäude abgerissen und Flächen gesäubert wurden. Zudem gibt es noch zahlreiche weitere offene Fragen im jahrelangen Streit um das iranische Atomprogramm. Diplomaten rechnen allerdings nicht mit einem Durchbruch.

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Die neuen Gespräche kommen unmittelbar vor der Veröffentlichung eines neuen Iran-Berichts der Atomwächter. Darin könnten neue Vorwürfe enthalten sein. Der Iran könnte mit seiner neuen Gesprächsbereitschaft versuchen, den Inhalt des Berichts in seinem Sinne zu beeinflussen, hieß es in Wien.

Herman Nackaerts ist Chef der IAEA-Inspektoren. Reuters

Herman Nackaerts ist Chef der IAEA-Inspektoren.

Israel und der Westen verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel einer zivilen Forschung Atomwaffen zu entwickeln. Die Führung in Teheran bestreitet das und pocht auf ihr Recht der friedlichen Nutzung von Atomenergie. Die Atomwächter in Wien kritisieren seit Jahren, dass der Iran mit ihnen nur unzureichend zusammenarbeitet und damit seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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24.08.2012, 17:47 Uhr

Zeitverschwendung ist es, mit dem Iran über eine Inspektion seiner Atomanlagen zu verhandeln .
Die Perser werden nie einlenken , greift sie endlich an !

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