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13.02.2013

19:11 Uhr

Atomgespräche mit Iran

Neue Zentrifugen statt Entgegenkommen

Die Fronten bleiben hart: Bei den seit einem Jahr andauernden Atomgesprächen der IAEA mit dem Iran gab es bisher kaum Bewegung. Die Errichtung neuer Zentrifugen in Natans sorgt für neue Spannungen.

Experten unter Leitung des Atom-Chefinspekteurs Herman Nackaerts (rechts) verhandelten in Teheran mit Regierungsvertretern über das iranische Atomprogramm. AFP

Experten unter Leitung des Atom-Chefinspekteurs Herman Nackaerts (rechts) verhandelten in Teheran mit Regierungsvertretern über das iranische Atomprogramm.

Teheran/Wien/DubaiDie Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat eine neue Gesprächsrunde mit dem Iran begonnen. Experten unter Leitung des Atom-Chefinspekteurs Herman Nackaerts verhandelten am Mittwoch in Teheran mit Regierungsvertretern über strittige Fragen zum iranischen Atomprogramm. Knackpunkt war auch diesmal der bisher verwehrte Zugang zu einer umstrittenen Militäranlage.

Der Iran knüpft Bedingungen an eine Besichtigung der Militäranlage Parchin in der Nähe von Teheran. Nur wenn das Recht des Landes auf ein ziviles Atomprogramm anerkannt wird, will die Regierung den Zutritt gewähren. Westliche Geheimdienste vermuten, dass dort Experimente zur Entwicklung von Atomsprengköpfen stattgefunden haben.

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Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte zu den aktuellen Verhandlungen: „Eines ist aber klar: Die legitimen Rechte des Irans auf ein ziviles Atomprogramm müssen anerkannt werden. Außerdem sind wir ein Land mit Atomtechnologie und diesbezüglich gibt es kein Zurück mehr. Daher gibt es für den Westen nur einen Weg: Kooperation anstatt Konfrontation.“

Gleichzeitig verkündete der Iran, dass er seine Urananreicherung erweitert habe. Der Iran hat nach eigenen Angaben neue Zentrifugen errichtet, um die Anreicherung von Uran zu beschleunigen. Mit der Installation der neuen Anlagen sei im vergangenen Monat begonnen worden, sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Feridun Abbasi-Dawani, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Isna zufolge. Um wie viele Zentrifugen vom Typ IR2-m es sich handelt, sagte er nicht. Schätzungen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zufolge könnten es im Werk Natans bis zu 3000 sein. Der Iran hatte den Schritt im vergangenen Monat angekündigt.

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