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14.09.2012

12:01 Uhr

Atomkraftwerk Fessenheim

Französisches Rhein-AKW wird geschlossen

Bis Ende 2016 wird das Atomkraftwerk Fessenheim stillgelegt. Der Meiler steht nahe der deutschen Grenze direkt am Rhein. Erst in der vergangenen Woche gab es dort einen Zwischenfall.

Das französische Atomkraftwerk Fessenheim in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze. dapd

Das französische Atomkraftwerk Fessenheim in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze.

Das direkt am Rhein stehende französische Atomkraftwerk Fessenheim wird bis Ende 2016 stillgelegt. Das kündigte Präsident François Hollande am Freitag in Paris an. Umweltschützer fordern seit langem die Abschaltung der Anlage, die die älteste des Landes ist. Das 1977 in Betrieb genommene Atomkraftwerk liegt in der Erdbebenzone des Rheingrabens und ist nach Meinung der Atomkraftgegner veraltet und pannenanfällig. Erst in der vergangenen Woche gab es wieder einen Zwischenfall.

Kommentare (3)

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SteuerKlasseEins

14.09.2012, 13:33 Uhr

Im Kraftwerke schliessen sind wir Deutschen Weltmeister, vor allem die mit der Zukunftstechnik Kernenergie. Wir nutzen sogar unseren aussenpolitischen Einfluss, um über unsere Grenzen hinaus Kraftwerke zu schliessen.

Das ist aber keine Leistung. Leistung ist es, solch ein Kraftwerk zu konstruieren und zu bauen, und das geschieht nur noch ausserhalb Deutschlands.

Rumpelstilzchen

14.09.2012, 14:39 Uhr

Gut so, endlich geht der Uralt-Meiler vom Netz. Hoffentlich gibt es bis dahin keinen ernsten Unfall!

Account gelöscht!

14.09.2012, 16:00 Uhr

Die Atomenergie ist nach der Steinkohle die am zweitstärksten schulden-subventionierte Energieform. Anders als bei der Steinkohle ist die staatliche Unterstützung endlich. Trotz der Rücklagen zur Atomenergie ist es doch, bei der allgemeinen Geldentwertung unserer Zeit, – die Druckerpresse lässt grüßen – kaum glaubhaft, dass von längst verbrauchter Energie nicht reichlich Zusatzkosten an den kommenden Generationen hängen bleibt. Wer die Inflationsrate für die Endlagerungszeit von etlichen Jahrzehnten als preiswert zu bewerten weiß, hat sicher eine Glaskugel vor der Nase und ne schwarze Katze auf der Schulter. Der möge mir bitte auch die Lottozahlen für die nächsten Monate nebst Zusatzzahl stecken.
Gott sei Dank steigt Deutschland genauso wie Belgien, Spanien und die Schweiz aus der Atomkraft aus und verringert so die Zahl der Staaten mit Atomenergie auf dieser Welt von 30 auf 26.
Haben Sie sich mal für die Störfälle von dem in dem Artikel benannten AKW interessiert?
Aus meiner Sicht ist es vor allem eine wirtschaftliche Entscheidung, zumindest wenn man Kenntnis hat von Forschungsergebnissen. Ich denke da an die Studie zu der Frage nach der Kosten- und Nutzenwirkung erneuerbarer Energien im Strom und Wärmebereich. Vor dem Hintergrund der Kritik an der EEG-Umlage hat das BMU bereits 2008 ein mehrjährig angelegtes wissenschaftliches Vorhaben an ein von Fraunhofer ISI / Karlsruhe geführtes Projektteam vergeben.
In einem Zwischenbericht vom 02.06.2010 wurde bestätigt:
Ja, die Förderung der erneuerbaren Energien kostet einiges. Rund 6 Milliarden Euro sind im Jahr 2008 für die systematischen Kosten wie z.B. Strompreissubventionierung und Regelausgleichsenergien anzusetzen. Doch dem steht ein Nutzen allein durch vermiedene Umweltschäden von etwa 8 Milliarden Euro gegenüber.
Wenn man zusätzlich noch die makroökonomischen Aspekte bewertet …
Ich glaube das führt jetzt aber zu weit.

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