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15.07.2011

08:55 Uhr

Atomprogramm

Deutschland fordert Syrien zur Klarheit auf

Deutschland hat den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat - und versucht Akzente zu setzen. Erstmals wurde nun Syrien aufgefordert, sein Atomprogramm offenzulegen. Die IAEA hatte das Gremium um Hilfe gebeten. Doch die dürfte ausbleiben.

Deutschlands UN-Botschafter Peter Wittig. Quelle: dapd

Deutschlands UN-Botschafter Peter Wittig.

New YorkDeutschland hat Syrien im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu mehr Offenheit im Streit um dessen angebliches Atomprogramm aufgefordert. „Es ist an der syrischen Regierung, den eingegangenen internationalen Verpflichtungen zu entsprechen und der IAEA vollen Zugang zu gewähren“, sagte Berlins UN-Botschafter Peter Wittig nach einer Sondersitzung des Rates gestern in New York. Deutschland führt in diesem Monat turnusgemäß den Ratsvorsitz.

Wittig sagte, aus seiner Sicht seien die Beratungen des syrischen Atomprogramms im Sicherheitsrat erst der Beginn eines Prozesses: „Angesichts eines drohenden nuklearen Wettrüstens in der Region hat der Sicherheitsrat eine Verantwortung für den Erhalt von Sicherheit und Frieden.“

Das mächtigste UN-Gremium hatte zuvor zum ersten Mal über das angebliche Atomprogramm beraten. Viele Länder fürchten, dass die 2007 wahrscheinlich von israelischen Kampfflugzeugen zerstörte Anlage im syrischen Dair Alzour die Baustelle für einen Atomreaktor war. Die USA werfen dem Regime in Damaskus konkret vor, an Atomwaffen gearbeitet zu haben. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gibt es starke Hinweise darauf, dass es sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ um eine Anlage zur Herstellung von waffenfähigem Nuklearmaterial gehandelt habe.

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