Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2006

09:53 Uhr

Atomprogramm

Iran bestätigt Anreicherungsarbeiten

Iran hat am Dienstag offiziell bestätigt, in seiner Nuklearfabrik in Natans mit Arbeiten zur Anreicherung von Uran begonnen zu haben. Die Regierung in Teheran komme einer entsprechenden Parlamentsentscheidung nach, erklärte Irans Vize-Atomunterhändler Dschawad Waidi.

HB TEHERAN. Westliche Diplomaten hatten am Montag berichtet, Techniker hätten in Natans begonnen, Uranhexafluoridgas in einige Zentrifugen zu leiten, mit denen sich Uran anreichern lässt. Angereichertes Uran kann zum Bau von Atombomben oder zur Energiegewinnung verwendet werden. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung ein geheimes Atomwaffenprogramm zu verfolgen. Die Führung der Islamischen Republik bestreitet dies.

Der Iran hat seinen Kurs im Atomstreit unlängst verschärft, nachdem die UN-Atombehörde IAEA die Einschaltung des Sicherheitsrates beschlossen hatte. Das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen (UN) kann Sanktionen verhängen. Als Zeichen seiner harten Haltung verschob der Iran für diese Woche geplante Gespräche mit Russland über eine Kompromisslösung auf unbestimmte Zeit.

Die USA beschuldigen den Iran, sich immer stärker von der internationalen Gemeinschaft zu isolieren. Die US-Regierung hat einen Militärschlag als letzte Option in dem Disput nicht ausgeschlossen. Trotz der sich verhärtenden Fronten setzt China weiter auf eine diplomatische Lösung. Diese sei im Interesse Chinas, des Irans und aller beteiligten Parteien, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. Er sei zuversichtlich, dass die Verhandlungen zwischen dem Iran und Russland wieder aufgenommen würden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×