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17.04.2012

03:18 Uhr

Atomprogramm

Nordkorea gegen Rückkehr von Atominspekteuren

Nach einem missglückten Raketenstart und der Aussetzung von Nahrungsmittelhilfen der USA, lehnt Nordkorea nun offenbar die Rückkehr von Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde ab.

Militärparade am vergangenen Wochenende in Pjöngjang. dpa

Militärparade am vergangenen Wochenende in Pjöngjang.

Tokio/BrasiliaIm Streit um das nordkoreanische Atomprogramm lehnt das Land die Rückkehr von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) offenbar wieder ab. Wie japanische Medien am Dienstag unter Berufung auf Diplomaten berichteten, reagiert die Führung in Pjöngjang damit auf die Aussetzung von Nahrungsmittelhilfen der USA nach dem missglückten Raketenstart vom Freitag.

Beide Länder hatten Ende Februar grundsätzlich vereinbart, dass die IAEA-Kontrolleure im Gegensatz für die Hilfen wieder einreisen dürfen. Nach dem umstrittenen Raketenstart stoppten die USA ihre Lebensmittelhilfen jedoch. Nordkorea hatte am Freitag trotz scharfer internationaler Kritik eine Langstreckenrakete gestartet. Sie zerbrach jedoch nach wenigen Minuten und stürzte ins Gelbe Meer.

Nach offizieller nordkoreanischer Darstellung sollte die Rakete einen Wettersatelliten ins All bringen. Der Westen vermutete hinter dem Start jedoch einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Berichten zufolge will Nordkorea nun eine größere Rakete bauen. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte am Montag seine Sanktionen gegen Nordkorea. Er forderte das Land zudem dazu auf, sein Atomprogramm aufzugeben.

Unterdessen ist China nach US-Angaben zu «weiteren Konsequenzen» gegenüber dem Land bereit. «Wir sind uns alle einig, einschließlich China, dass es bei einer neuen Provokation weitere Konsequenzen geben wird», sagte US-Außenministerin Hillary Clinton am Montag in der brasilianischen Hauptstadt Brasília. Die internationale Gemeinschaft werde Nordkoreas Führung in einem solchen Fall «eindeutig» zu verstehen geben, dass ihr «provokatives Verhalten» nicht geduldet werde. Der UN-Sicherheitsrat hatte zuvor seine Sanktionen gegen Nordkorea verschärft.

Von

afp

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