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15.01.2012

17:36 Uhr

Atomstreit

Iran bestätigt Erhalt von Obamas Warnung

US-Präsident Obama hatte laut Medienberichten im Atomstreit eine deutliche Warnung an den Iran geschickt. Nun hat das iranische Außenministerium den Erhalt einer solchen Depesche bestätigt.

US-Präsident Obama hatte dem Iran eine deutliche Warnung zukommen lassen. AFP

US-Präsident Obama hatte dem Iran eine deutliche Warnung zukommen lassen.

TeheranDer Iran hat den Empfang einer offenbar ungewöhnlich scharf formulierten Depesche aus Washington zum Atomstreit bestätigt. Das Schreiben sei über verschiedene Kanäle in Teheran eingegangen, teilte das iranische Außenministerium am Sonntag mit, wie die iranische Nachrichtenagentur Irna meldete. Die „New York Times“ hatte am Freitag über das diplomatische Schreiben berichtetet. Die Iraner seien darin gewarnt worden, dass die USA die von Teheran angedrohte Blockade der strategisch wichtigen Seestraße von Hormus als eine Art Kriegshandlung betrachteten.

Die iranische Regierung machte keine Angaben über den Inhalt der US-Depesche. Man werde darauf antworten, falls es notwendig sei. Der Sprecher in Teheran macht keine Angaben, ob das Schreiben tatsächlich an Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, die höchste Autorität im Iran, gerichtet war. Beide Länder haben keine diplomatischen Beziehungen. Die Schweiz vertritt die US-Interessen in Teheran.

Der Iran hatte in den vergangenen Wochen mehrfach gedroht, die Straße von Hormus zu blockieren, sollten weitere Sanktionen in Kraft treten. Die Meerenge ist eine Schlagader für die Weltwirtschaft: Der Löwenanteil der globalen Ölversorgung muss durch dieses Nadelöhr. Die USA wollen zusammen mit Europa die iranische Ölindustrie mit neuen Sanktionen schwächen, um Teheran im Streit um sein Atomprogramm zum Nachgeben zu zwingen.

Von

dpa

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