Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.11.2011

12:51 Uhr

Atomstreit

Iran droht Israel mit "apokalyptischen Konsequenzen"

Drohungen aus Israel sind für den Iran nichts Neues. Aber diesmal kommt die Warnung kurz nach der angeblichen Verwicklung des Gottesstaates in ein Attentat in Washington. Teheran wittert eine internationale Verschwörung.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad. dpa

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad.

TeheranDrohungen aus Israel werden im Iran zwar registriert, aber nicht sehr ernst genommen. „Seit acht Jahren hören wir israelische Drohungen . wir haben Selbstvertrauen und können unser Land verteidigen“, sagt Außenministers Ali Akbar Salehi. 

Teheran prahlt damit, seine Schahab-3 Raketen mit einer angeblichen Reichweite von 2000 Kilometern könnten alle Landesteile des Erzfeindes erreichen. Laut Generalstabschef Hassan Firusabadi kennen die „Zionisten“ die Kapazität der iranischen Raketen. Der staatliche Sender Press TV droht Israel im Falle eines Angriffs mit Konsequenzen von „apokalyptischem“ Ausmaß. 

„Die heroische Rhetorik im Land sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei einem eventuellen israelischen Angriff und einem Gegenangriff alle Israel unterstützen und helfen würden, dem Iran aber keiner“, sagt ein ausländischer Diplomat in Teheran. Auf Hilfe der pro-amerikanischen Araber kann der Iran genauso wenig zählen wie auf Unterstützung des Bruderstaates Syrien, der derzeit selbst in einer Krise steckt. Lateinamerikanische Freunde wie Venezuela oder Bolivien würden genauso wenig eingreifen wie Russen oder Chinesen. „Außerdem war Libyen für den Iran ein gutes Beispiel, wozu die Nato imstande ist“, sagt der Diplomat. 

Militärische Option gegen Iran rückt näher

Video: Militärische Option gegen Iran rückt näher

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Laut Militärexperten hat der Iran zwar Raketen, die Israel erreichen könnten, aber wie genau diese funktionierten, wüssten nur wenige. „Es wird gesagt, dass die Raketen erfolgreich getestet worden sind, aber bestätigen können das neutrale Quellen nicht“, sagt ein pensionierter Offizier in Teheran. Doch auch das Horrorszenario sei nicht auszuschließen: dass die Raketen nicht nur funktionieren, sondern auch mit Atomsprengkopf eingesetzt werden könnten. 

Die religiösen Führer im Land haben stets betont, dass der Einsatz von Massenvernichtungswaffen laut Islam verboten sei. Als der Irak am Ende des Krieges mit dem Iran (1980-88) Giftbomben einsetzte, habe Teheran dies nicht erwidert, betonen die Geistlichen. „Aber der Irak war ein muslimisches Land, Israel ist es nicht“, sagt der Offizier. 

Kommentare (20)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

05.11.2011, 13:29 Uhr

Und der Iran geht wirklich davon aus dass er zu einer apokalyptischen Konsequenz dann noch fähig ist ?

Es wird nicht dazu kommen, denn Israel wird nicht angreifen !!!

Account gelöscht!

05.11.2011, 13:33 Uhr

Das Iranische Atomprogramm wird durch eine Fehlbedienung im Kraftwerk Busher eingestellt ........

Eigenverschulden !

Account gelöscht!

05.11.2011, 13:34 Uhr

Es riecht wieder nach Krieg am Persichen Golf.Obama hat doch kürzlich gesagt,dass die USA ihre Truppen von Afganistan nicht nach Hause, sondern in Kuweit verlegen werden.Saudi Arabien ist schon auch auf Linie gebracht-sie hassen den Iran sowieso.Die übrigen Golf Staaten streiten mit dem Iran schon seit Jahrzehnten, über Inseln und Hoheitsgewässer und die darunter ligenden Öl- und Gasfelder.Israel ist wie immer, mit von der Parie.Der irre möchtegern Demokrat in Georgien,der vor 3 Jahren Russland angegriffen hat,wird sich auch an die Seite der USA schlagen.Dann kommen schließlich auch Großbritanien, Australien und Kanada dazu und sie haben eine Koalition der Willigen!Die Europäer und die Türkei werden von der Seite beobachten, jedoch nichts wirklich unternehmen um die Situation zu entschärfen.Russland und China werden heftig protestieren und alle Staaten in Zentralasien,wo jetzt die USA ihre Verpflegung und Versorgung für das Abenteuer in Afganistan stationiert haben,massiv unter Druck setzen, sich rauszuhalten und die Amerikaner nach Hause zu schicken.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×