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04.12.2013

17:42 Uhr

Atomstreit

Iran hofft auf Rückkehr westlicher Ölkonzerne

Der Iran streckt seine Fühler in Richtung westlicher Ölkonzerne aus: Wenn die internationalen Sanktionen gelockert sind, hofft das Land auf eine Rückkehr von Firmen wie Total, BP oder Exxon Mobil.

Irans Ölminister Bidschan Sanganeh: Seit der Verhängung verschärfter Sanktionen im vergangenen Jahr samt eines Ölembargos im Zuge des Streits um das iranische Atomprogramm sind ausländische Investitionen zum Erliegen gekommen. ap

Irans Ölminister Bidschan Sanganeh: Seit der Verhängung verschärfter Sanktionen im vergangenen Jahr samt eines Ölembargos im Zuge des Streits um das iranische Atomprogramm sind ausländische Investitionen zum Erliegen gekommen.

WienIn der Hoffnung auf eine baldige Lockerung internationaler Energiesanktionen trifft der Iran Vorbereitungen für eine Rückkehr westlicher Ölkonzerne. Am Mittwoch nannte Ölminister Bidschan Sanganeh sieben Unternehmen, die er gerne im Land hätte, sobald die Strafmaßnahmen gegen den Energiesektor aufgehoben würden. Neben den europäischen Konzernen Total, Royal Dutch Shell, Eni, Statoil und BP waren dies auch die US-Branchenriesen Exxon Mobil und Conoco-Phillips. Mit einigen Firmen führe er bereits Gespräche, die Amerikaner seien aber noch nicht darunter, sagte Sanganeh. Bedingungen für mögliche Verträge sollten bis kommenden April ausgearbeitet sein, fügte er hinzu.

Der Iran verfügt über die viertgrößten nachgewiesenen Ölreserven weltweit und über die größten belegten Erdgas-Reserven. Doch seit der Verhängung verschärfter Sanktionen im vergangenen Jahr samt eines Ölembargos im Zuge des Streits um das iranische Atomprogramm sind ausländische Investitionen zum Erliegen gekommen. Die tägliche Produktionsmenge betrug im November 2,65 Millionen Barrel. 2011 waren es im Schnitt noch 4,3 Millionen Fässer.

Im vergangenen Monat deutete sich jedoch Entspannung in dem Atomstreit ab. Die fünf ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und Deutschland einigten sich mit dem Iran auf ein Zwischenabkommen mit dem Ziel binnen sechs Monaten eine endgültige Einigung zu erzielen. Sollte dies gelingen, könnte dies eine baldige Aufhebung der Ölsanktionen nach sich ziehen.

Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Die islamistische Führung in Teheran weist das zurück. Nach ihrer Darstellung dient das Nuklearprogramm rein zivilen Zwecken.

Von

rtr

Kommentare (3)

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norbert

04.12.2013, 18:43 Uhr

Wollen Kernkraftwerke bauen und Uran anreichern, aber schaffen es nicht mal, ein Loch in die Erde zu bohren und die Suppe zu raffinieren ...
Vermutlich sind die Häuptlinge scharf auf Bakschisch von den westlichen Teufeln.

Account gelöscht!

04.12.2013, 21:34 Uhr

noch Absurder kann diese verlogene Agitation & Propaganda Hollywoods globalisierter 1/2 Welt mit EUR-ZONEn Knechte nicht mehr werden!

handelsblatt.com/politik/international
--http://tinyurl.com/lkg7qtt

da geht der A... auf Grundeis!
China kauft kein Dollar-Papier als US-Staatsanleihen mehr auf und wickelt seine Ölgeschäfte in Zukunft, an der Hongkonger Börse, über Yuan ab.

info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie
--http://tinyurl.com/ofh9k7o

Indien und Russland werden dem Beispiel folgen
dann heißt es Zahlemann und Söhne für Goldman Sachs

Das schöne Leben auf Pump, alle Welt bezahlt, ist vorbei!
Im Iran fördern Russen, Chinesen und der Iran selber, dort braucht niemand Kriegsverbrecher/Kriegshetzer, Gangster um die Börsenkurse nach oben zu treiben und so seit Jahren dicke Spekulations-Gewinne, Geschäfte auf Kosten der Angst der Leute zu machen.

Gesellschaften und Kulturen vernichtet im Irak, Libyen, Südamerika diese Massenmörder sollen zahlen!

--http://homment.com/desWegesEnd

Goldman Sachs & Komplizen müssen Reparationen zahlen!
und wenn das Geld nicht reicht werden Frauen und Kinder in die Skla...

caesar4441

05.12.2013, 11:35 Uhr

Diese Nachricht ist doch schon ziemlich merkwürdig.Im Iran soll ein "islamistisches" Regime an der Macht sein.Und dieses wünscht die Rückkehr "westlicher" Ölkonzerne,wo man doch vor Jahrzehnten -sicher nicht ohne Grund - alle verstaatlicht hatte.
Könnte es sein,daß dem Redakteur der Gaul durchgegangen ist ?

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