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30.03.2006

20:31 Uhr

Atomstreit

Iran will Ölvorräte nicht als Druckmittel einsetzen

Iran will im Falle von internationalen Sanktionen wegen seines vermuteten Atomwaffenprogramms seine Ölvorräte nicht als Waffe einsetzen. “Wir haben uns gegenüber vielen Ländern zu umfangreichen Öllieferungen verpflichtet. Deshalb werden wir unsere Verpflichtungen einhalten”, sagte Irans Außenminister Manouchehr Mottaki am Donnerstag dem Handelsblatt.

HB GENF. Mottaki sagte weiter, dass er keinen amerikanischen Militärschlag gegen sein Land befürchtet: “Die amerikanische Regierung ist nicht in der Lage, eine weitere schwere und kostspielige Krise dem amerikanischen Steuerzahler aufzubürden. Deshalb sehen wir nicht, dass die Amerikaner eine neue militärische Konfrontation in der Region suchen.”

Weiter betonte Mottaki, dass sein Land auch weiter auf seinem Recht der Urananreicheung bestehe. Dieses Recht ergebe sich aus dem Atomwaffensperrvertrag, den Iran unterzeichnet hat. Der Uno-Sicherheitsrat hatte Teheran aufgefordert, die Anreicherung von Uran binnen 30 Tagen zu stoppen. Angereichertes Uran dient der friedlichen Energiegewinnung, kann aber auch zum Bau der Atombombe eingesetzt werden. Die USA und die EU wollen verhindern, dass der Iran sich Atomwaffen aneignet.

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