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02.02.2014

16:30 Uhr

Atomstreit

Irans Außenminister beklagt „Mangel an Vertrauen“

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif glaubt nicht daran, dass es zu einer schnellen Einigung im Atomstreit kommen wird. Es gebe einen „großen Mangel an Vertrauen“ - auf allen Seiten.

Der iranische Außenminister Mohamad Dschawad Sarif: „Eine nicht ausgewogene Lösung wäre letzten Endes auch nicht nachhaltig.“ dpa

Der iranische Außenminister Mohamad Dschawad Sarif: „Eine nicht ausgewogene Lösung wäre letzten Endes auch nicht nachhaltig.“

MünchenIrans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat erneut auf das Recht seines Landes gepocht, Atomtechnologie zu nutzen. „Für uns können wir es einfach nicht hinnehmen, dass irgendjemand uns sagt, Sie dürfen diese Technologie nicht haben“, sagte Sarif auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Deswegen denke er, dass bei den internationalen Verhandlungen über das Atomprogramm seines Landes „noch viele Schritte“ zu gehen seien.

Sarif sagte, es gebe einen „großen Mangel an Vertrauen“ - und dies auf allen Seiten. Der Iran sei bereit, trotzdem mit dem Westen zusammenzuarbeiten, um eine „dauerhafte, nachhaltige Lösung“ zu finden. „Eine nicht ausgewogene Lösung wäre letzten Endes auch nicht nachhaltig“, sagte Sarif.

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Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, sagte, bislang habe es „sehr positive und ermutigende Rückmeldungen“ aus dem Iran gegeben. „Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns“, fügte er hinzu. Mit Blick auf die Verhandlungen der 5+1-Gruppe aus den UN-Vetomächten und Deutschland mit dem Iran sagte Amano, er hoffe auf eine „umfassende Lösung, die dann hoffentlich Anfang Sommer steht“.

Schwedens Außenminister Carl Bildt warnte in München, es werde „Hindernisse geben“. Es gelte nach wie vor, die „Kluft des Misstrauens“ zu überwinden. „Iran muss beweisen, dass sein Atomprogramm wirklich ausschließlich friedlich ausgerichtet ist“, sagte Bildt. Mit Blick auf die Verhandlungen ergänzte er: „Es wäre wirklich ein Verbrechen, wenn wir nicht das Äußerste versuchen würden, um hier erfolgreich zu sein.“

Kommentare (1)

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03.02.2014, 09:25 Uhr

Woran das nur liegen kann ?
Vielleicht sollte man die IAEA-Inspektoren zutritt zu allen Atomaren anlagen des Iran verschaffen, vielleicht sollte man auch die anlagen öffnen, die in Sperrgebieten errichtet wurden und die, die in Felsmassiven verbunkert sind, das wär ein erster schritt wenn man vertrauen schaffen will.
Aber will der Iran das überhaupt?

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