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28.09.2012

01:37 Uhr

Atomstreit mit Iran

UN-Vetomächte pochen auf Diplomatie

Israel fühlt sich durch Irans Atomprogramm in seiner Existenz bedroht. Ministerpräsident Netanjahu fordert eine „rote Linie“. Deutschland und die Veto-Mächte im Sicherheitsrat fordern eine friedliche Lösung.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. dpa

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

New YorkDie fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland wollen ihre Bemühungen für eine friedliche Lösung im Atomstreit mit dem Iran nochmals verstärken. Dies verlautete nach einem Treffen ihrer Außenminister am Donnerstag (Ortszeit) in New York. Nach Angaben von Teilnehmern wurde vereinbart, dass weiter an einer diplomatischen Lösung gearbeitet werden soll, und zwar „mit noch größerer Intensität“. Bislang gebe es leider noch keine „substanziellen Fortschritte“.

Zuvor hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von der internationalen Gemeinschaft eine „rote Linie“ gegen das iranische Atomprogramm verlangt. „Rote Linien führen nicht zum Krieg. Rote Linien halten vom Krieg ab“, sagte Netanjahu vor der UN-Vollversammlung. Nach seiner Darstellung wird der Iran Mitte Frühjahr oder spätestens im Sommer 2013 ausreichend Uran für eine Atombombe angereichert haben.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Atombombe zu arbeiten. Israel sieht dies als Bedrohung seiner Existenz. Mehrfach hatten israelische Politiker deshalb indirekt mit einem Militärschlag gegen iranische Atomanlagen gedroht. Der Versuch, US-Präsident Barack Obama im Atomstreit zu einem Ultimatum an den Iran zu bewegen, blieb bislang jedoch ohne Erfolg. Obama hatte aber deutlich gemacht, dass die USA nicht zulassen werden, dass der Iran in den Besitz einer Atombombe kommt.

Iran-Atomstreit

Obama: Noch ist Zeit für eine diplomatische Lösung

Iran-Atomstreit: Obama: Noch ist Zeit für eine diplomatische Lösung

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An dem Treffen mit den fünf Veto-Mächten (USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien) nahm für Deutschland Außenminister Guido Westerwelle teil. Er sagte: „Wir teilen die große Sorge Israels angesichts der nicht ausgeräumten Zweifel an den friedlichen Absichten des iranischen Atomprogramms.“ Deutschland werde eine atomare Bewaffnung des Iran nicht akzeptieren. Zugleich gelte: „Wir wollen eine diplomatische Lösung. Sie ist noch möglich.“

Von

dpa

Kommentare (7)

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Rechner

27.09.2012, 22:06 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

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sarrazins-arschtritt

27.09.2012, 22:08 Uhr

Was für ein wiederlicher Hetzer.
Durch die ständige Wiederholung der Lüge -Iran will Israel von der Landkarte wischen- wird diese bewusst gefälschte Übersetzung auch nicht wahrer.
Jeder Non-Mainstreet Informierte weiss längst, wer die wirkliche Bedrohung im Nahen Osten ist.

Es sind die ultra-radikalen Zyonisten des Likud-Blocks, die den 3ten Weltkrieg wollen. Der normale Israeli sollte sich mehr von dieser Partei bedroht fühlen, als vom Iran.
Der Iran hat seit jahrhunderte keinen Angriffskrieg geführt, die Israelis überfallen und ermorden seit 60 Jahre tag-täglich Ihre Nachbarn.

Ausserdem verfügt Israel über 400 A-Bomben, 5 Atom-U-Boote made in Germany und haben vor 2 Monate eine Intercontinentalrakete getestet und sich nie den Sperrvertrag angeschlossen.

Pendler

27.09.2012, 22:36 Uhr

Iwi juckt es den Israelis sehr, dass sie endlich ihre Atombomben einsetzen dürfen. Würde ja auch gut zu diesen Kriegstreibern passen, aber seit dem 80ziger dürfen u.a. A-Waffen nicht mehr eingesetzt werden.

Das weiß jedes Land der Erde. Und erst recht die sogenannten Atommächte.

Und alles andere ist nur dummes Gerede und Opium fürs Volk.

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