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07.02.2013

15:46 Uhr

Atomstreit

USA verhängen erneut Sanktionen gegen Iran

Die USA ziehen im Atomstreit mit dem Iran die Daumenschrauben an: Weitere Sanktionen sollen es Teheran erschweren, mit Ölverkäufen Geld zu machen. Die Strafmaßnahmen erschweren die anstehenden Gespräche beider Staaten.

Ajatollah Ali Chamenei sieht direkte Atom-Verhandlungen mit den USA skeptisch. dpa

Ajatollah Ali Chamenei sieht direkte Atom-Verhandlungen mit den USA skeptisch.

Washington Im Atomstreit mit dem Iran erhöhen die USA ihren Sanktionsdruck auf den islamischen Staat weiter. Eine jetzt in Kraft getretene Strafmaßnahme soll es dem Iran erschweren, auf Einnahmen aus Ölverkäufen im Ausland zuzugreifen, teilte das US-Finanzministerium in Washington am Mittwochabend mit. Teheran könne das Geld zwar in dem Land, an das es Öl verkaufe, für Güter ausgeben, aber nicht mehr auf heimische Konten überweisen. Außerdem verhängten die USA neue Sanktionen gegen staatliche Rundfunkunternehmen und deren Verantwortliche, die nach Ansicht von Washington die iranische Opposition zensieren.

Das umstrittene iranische Atomprogramm soll zwar laut iranischen Offiziellen friedlichen Zwecken dienen. Die USA, die EU und Israel fürchten jedoch, dass die Erforschung der Technik letztlich zum Bau von Atomwaffen führt. Laut „New York Times“ sollen die seit Monaten ausgesetzten Gespräche über das Atomprogramm am 26. Februar in Kasachstan wieder aufgenommen werden.

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Der iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei sieht direkte Atom- Verhandlungen mit dem Erzfeind USA skeptisch. „Ihr (USA) richtet eure Waffen gegen uns und wollt dann Verhandlungen, . wie soll das Sinn machen“, sagte Chamenei am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr. Von solchen Angeboten werde sich das iranische Volk „nicht beirren lassen“. Da die US-Politik im Nahen Osten gescheitert sei, wolle Washington nun Verhandlungen mit dem Iran, „um aus dem Dilemma rauszukommen“, meinte der Ajatollah, der laut Verfassung das letzte Wort in allen politischen Belangen hat.

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Die Münchner Sicherheitskonferenz hat zumindest ein greifbares Ergebnis: Der Iran will wieder über sein Atom-Programm verhandeln - möglicherweise auch direkt mit dem Erzfeind. Finte oder Wende?

Sowohl der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad als auch sein Außenminister Ali Akbar Salehi haben ihre vorsichtige Bereitschaft zu einem Angebot von US-Vizepräsident Joe Biden für direkte Gespräche bekundet. Dabei soll es in erster Linie um das iranische Atomprogramm gehen. Zwar will der Iran im Atomstreit nicht von seinen Rechten abweichen, ist aber im Detail zu Konzessionen bereit - hauptsächlich wegen der Auswirkungen der US- und EU-Sanktionen, die das Land in eine Wirtschaftskrise geführt haben. Iranische Aktivisten fürchten, dass unter den Sanktionen eher Durchschnittsbürger leiden als die Führung des Landes.

Von

dpa

Kommentare (10)

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caesar4441

07.02.2013, 17:56 Uhr

Es geht darum den schwarzen Peter dem Angegeriffenen zuzuweisen.Deshalb ein angebliches Gesprächsangebot an den Iran,das von zusätzlichen Sanktionen und Manövern vor der Küste des Irans begleitet wird,damit dieser ja nicht auf die Idee kommen könnte,daß das Angebot seriös gemeint wäre.
Zum Unterschied von unseren Politikers haben sich die Iraner bereits logisch geäußert: Sie müßten prüfen,ob das Angebot seriös ist.
Die Gespräche werden außer dem nach Abbruch unvermeidlichen-alternativlosen (Orwells Neusprech)- Angriff zur "Befreiung" des persischen Volks,kein Ergebnis zeitigen,da sie kein anderes Ergebnis ergeben sollen.

Habnix

07.02.2013, 18:03 Uhr

Global gesehen ist jede Regierung in der Welt ein Resultat(Ergebnis) durch Kriminelle und jede Regierung durchdrungen von Kriminalität im Auftrag der Konzerne.

Der beste Beweis das Regierungen in aller Welt kriminell sind, ist der Abwurf von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ist

Account gelöscht!

07.02.2013, 18:14 Uhr

Eine riesige Sauerei, was die USA mit dem Iran macht, und das schlimmst ist dass wir da noch mitmachen!!!
Iran hat da REcht auf ein Atomprogramm ...
Im Gegensatz zu unserer Kasper-BRD kann man Iran noch als ein souveränes Land bezeichnen ...

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