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20.02.2012

05:01 Uhr

Atomverhandlung im Iran

Hoffen auf „konkrete Ergebnisse“ im Iran

Der Chefinspektor der Internationalen Atomenergiebehörde ist im Iran eingetroffen. Zum zweiten Mal binnen eines Monats. Unklar ist, ob es neben den Verhandlungen auch Inspektionen in Atomanlangen geben wird.

Hofft auf „konkrete Ergebnisse“: IAEA-Chefinspektor Herman Nackaerts. dapd

Hofft auf „konkrete Ergebnisse“: IAEA-Chefinspektor Herman Nackaerts.

Teheran/WienVor dem Hintergrund wachsender Spannungen wegen des iranischen Nuklearprogramms sind Experten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA am Montagmorgen in Teheran eingetroffen. Es sollen Möglichkeiten für eine diplomatische Lösung des Atomkonflikts ausgelotet werden.

Es ist das zweite Mal binnen eines Monats, dass IAEA-Fachleute in den Iran reisten. Ein erster Besuch der IAEA-Experten Ende Januar hatte nach Ansicht der Wiener Atombehörde keine nennenswerten Fortschritte gebracht.

Die Regierung in Teheran hatte die Gespräche dagegen als positiv und konstruktiv bezeichnet. Es war zunächst unklar, ob das IAEA-Team iranische Nukleareinrichtungen besuchen würde. Vor dem Abflug nach Teheran sagte IAEA-Chefinspektor Herman Nackaerts am Sonntagabend auf dem Wiener Flughafen: „Wichtig ist, dass wir hoffen, einige konkrete Ergebnisse nach der Reise vorweisen zu können“.

„Die wichtigste Priorität ist es natürlich, die noch offenen Streitpunkte um die möglichen militärischen Dimensionen des nuklearen Waffenprogramms anzugehen“, sagte Nackaerts.

„Es handelt sich um einen sehr komplexen Streitpunkt, der Zeit braucht. Aber wir hoffen, es wird konstruktiv.“ Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Die Führung in Teheran bestreitet das.

„Wir werden unseren Weg und die friedliche Nutzung der Atomtechnologie ohne jegliche Zweifel und mit Selbstbewusstsein fortführen“, kündigte Irans Außenminister Ali-Akbar Salehi am Sonntag in Teheran an.

Auslöser für die neue Eskalation im Atomstreit sind Äußerungen von Diplomaten in Wien, wonach der Iran in Kürze mit der Installation tausender Uran-Zentrifugen der 4. Generation in der neuen Anreicherungsanlage in der Stadt Fordo beginnen könnte.

Die leistungsfähigeren und schnelleren Zentrifugen könnten den Prozess deutlich beschleunigen, berichtete die britische BBC am Sonntag. „Ich bin sicher, dass der nächste (IAEA-)Report über bedeutende Fortschritte in Fordo sprechen wird.

Kommentare (5)

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Schildbuergerhetzer

20.02.2012, 03:55 Uhr

Schildbürgerstreich…

Mir fällt zu der Katz- und Mausnummer nur eines ein…

VOLLIDIOTEN!

Der Iran handelt seit 20 Jahren und die westlichen Dummschwätzer diskutieren seit 20 Jahren.

Ich habe im Leben keine bescheuertere Nummer erlebt!

Und wenn sie nicht sterben, diskutieren sie noch, wenn der Iran in deren Vorgärten die iranische Flagge hisst!

VOLLPFOSTEN…

MeryemAzimi

20.02.2012, 11:07 Uhr

Rätselhaft bleibt immer, was denn die IAEA unter "Fortschritten" versteht und welche Kontrolle über das iranische Atomprogramm sie meint, wo sie doch selber aussagt, dass sie das gesamte Programm überwacht - auch Fordo ist per Kamera unter Kontrolle - und keine Hinweise hat, dass Iran eine höhere Anreicherung als 20% beabsichtigt. Die Organisation maßt sich an, über Dinge zu urteilen, für die sie gar kein Mandat hat, wie die Entwicklung von Raketenköpfen. So kann es keine "Fortschritte" geben.

Account gelöscht!

20.02.2012, 11:45 Uhr

@ MeryemAzimi

" Raketenköpfe " heißen Gefechtsköpfe ! Und die können konventionell oder nuklear sein , wenn sie Nuklear sein sollten (wie hier zu vermuten ist )haben sie (IAEA) natürlich ein "Mandat" !!!

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