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28.03.2012

17:47 Uhr

Atomverhandlungen

Der Iran wagt ein heikles Spiel

Die Atomverhandlungen mit dem Iran werden wieder aufgenommen. Doch die Fronten sind verhärtet. Noch ist der Ausweg aus der möglichen Eskalation in einen Krieg nicht erkennbar. Dafür müsste eine der Seiten einlenken.

Atomanlage im Iran: Der Iran fordert die Anerkennung seines Rechts auf ein ziviles Atomprogramm. dapd

Atomanlage im Iran: Der Iran fordert die Anerkennung seines Rechts auf ein ziviles Atomprogramm.

Istanbul/TeheranDie iranische Führung steht im Streit um ihr Atomprogramm vor einer gewaltigen Drohkulisse. Bei der nun für den 13. April geplanten Fortsetzung der Gespräche über die iranischen Nuklearanlagen geht es um nicht weniger als eine Weichenstellung Richtung Krieg oder Frieden. Nach den verschärften Sanktionen des Westens wird sich auch der diplomatische Druck nochmals erhöhen. Ein möglicher israelischer Angriff scheint näherzurücken.

Doch auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wirkt skeptischer. Er argumentiert weniger leidenschaftlich für die Sache Teherans, seit bei den Konflikten in Syrien und im Irak Meinungsverschiedenheiten der Nachbarn offensichtlich sind. Am Mittwoch landete er auf dem Rückweg von einem Gipfeltreffen zur Atomsicherheit in Seoul direkt in Teheran. Zwar werde er das iranische Recht auf die zivile Nutzung der Atomkraft bekräftigen, aber auch mehr Transparenz und weniger Versteckspiele fordern, berichten türkische Medien.

Die sechs Mächte der 5+1-Gruppe (UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) drängen auf konkrete Ergebnisse bei Verhandlungen. Solche scheinen jedoch bei einem Treffen in gut zwei Wochen undenkbar, denn die Hauptforderungen der einen Seite werden von der anderen kategorisch abgelehnt.

„Das Treffen diesmal ist besonders heikel, denn falls kein Ergebnis erzielt wird, dann wäre es de facto eine Rechtfertigung für die Pläne Israels, die Atomanlagen des Irans anzugreifen“, sagt ein Politologe in Teheran. Auch das Establishment kann einen Militärangriff nicht mehr ausschließen. „Wir müssen die Herausforderungen und die damit verbundenen Beschwernisse halt akzeptieren“, sagte das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Denn dem westlichen Druck nachgeben, so Chamenei, das werde nicht passieren.

Kommentare (14)

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Gerechtigkeit

28.03.2012, 18:39 Uhr

warum duerfen die Israleten die Atomwaffe schon seit Jahren haben und nicht der Iran? Der Krieg wird kommen. Inzwischen hat ja die Welt ein bisschen mehr vn den Israels gehoert. Jetzt wissen wir es -es sind die "Auserwaehlten.

Account gelöscht!

28.03.2012, 18:55 Uhr

Wir müssen die Herausforderungen und die damit verbundenen Beschwernisse halt akzeptieren“, sagte das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Denn dem westlichen Druck nachgeben, so Chamenei, das werde nicht passieren.
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Es ist so einfach ! Zeigt den Inspektoren das was sie sehen wollen und ein Angriff von wem auch immer ist abgewendet !!!
Aber nein , sie dürfen ihr Gesicht nicht verlieren , sie müssen Entschlossenheit und stärke zeigen .
Sicher in der Hoffnung dass bei einem Israelischen Angriff alle Islamischen Länder der Region an einem Strang ziehen und Israel gemeinsam von der Landkarte fegen , nehmen sie so einen Angriff ihres Landes in kauf .
Die Perser sind sich über die Tragweite dieser Entscheidung noch immer nicht im klaren , schließlich soll ein aktiver unter vollast laufender Reaktor zerstört werden !!!
Israel wird keine Nuklearwaffen brauchen um den Iran zu den Teppichknüpfern werden zu lassen die sie über tausenden von Jahren waren .
Die Gleichgültigkeit des Ajatollah macht die Bombe der Iraner im eigenen Land gefährlich !!!

Jeder soll nach seiner Façon selig werden
plût a Dieu … que vous fussiez si prudent que de laisser à chacun gagner Paradis comme il l’entend

Gerechtigkeit

28.03.2012, 19:14 Uhr

@Engergieelite-Les gros poissons mangent les petits.-Gros malin /gross maligne!

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