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29.05.2011

22:02 Uhr

Atomwaffen-Verdacht

Syrien lässt vielleicht Atomexperten ins Land

Seit 2007 möchte die UN-Atomenergiebehörde IAEA prüfen, ob Syrien an waffenfähigem Plutonium arbeitet. Drei Jahres lang hat sich die syrische Regierung dagegen gesträubt. Jetzt scheint sie einzulenken.

Yukiya Amano, Chef der IAEA. Quelle: dapd

Yukiya Amano, Chef der IAEA.

New YorkSyrien ist nach Informationen der Nachrichtenagentur AP zur Zusammenarbeit mit der internationalen Atomenergiebehörde IAEA bereit.

Sollte es Syrien ernst sein, könnten die Ermittler der UN-Behörde nach drei Jahren vergeblicher Bemühungen Spuren nachgehen, dass es sich bei einem 2007 von der israelischen Luftwaffe zerstörten Gebäudekomplex um ein fast fertiggestelltes Atomkraftwerk handelte, das zur Herstellung waffenfähigen Plutoniums geeignet war.

Die Zusage zur Zusammenarbeit geht aus einem vertraulichen Brief hervor, der der AP am Sonntag vorlag. Darin gibt IAEA-Chef Yukiya Amano hochrangige Verantwortliche des syrischen Atomprogramms mit den Worten wieder, Syrien sei bereit vollständig mit der Agentur zu kooperieren.

Es wäre das Ende einer dreijährigen Blockadepolitik gegenüber der UN-Organisation. Das syrische Einlenken kam offenbar vor allem auf Druck der USA zustande. Die US-Regierung versuchte, Syrien wegen angeblicher Verstöße gegen den Atomwaffensperrvertrag vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen.

Von

dapd

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