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21.12.2016

07:25 Uhr

Attentat auf russischen Botschafter Karlow

Ermittler suchen nach Hintermännern des Botschafter-Mordes

Nach dem Attentat auf Russlands Türkei-Botschafter Andrej Karlow arbeitet ein gemeinsames Ermittlerteam beider Länder an der Aufklärung der Tat. Für die Türkei scheint bereits klar zu sein, wer die Verantwortlichen sind.

Türkische Streitkräfte erwiesen dem ermordeten Botschafter Andrej Karlow die Ehre. AFP; Files; Francois Guillot

Nach dem Attentat in Ankara

Türkische Streitkräfte erwiesen dem ermordeten Botschafter Andrej Karlow die Ehre.

Ankara/MoskauNach dem tödlichen Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara sucht ein gemeinsames Ermittlerteam beider Länder nach den Hintermännern der Tat. Russland entsandte dazu 18 Experten von Geheimdienst, Polizei und Außenministerium in die türkische Hauptstadt. Sie sollen zusammen mit türkischen Kollegen den Mord an dem Diplomaten untersuchen und nach den Drahtziehern fahnden, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte.

Der russische Botschafter Andrej Karlow war am Montagabend in Ankara von einem türkischen Polizisten erschossen worden. Spezialkräfte töteten den 22 Jahre alten Attentäter.

Die türkische Regierung macht nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu die Gülen-Bewegung verantwortlich. Außenminister Mevlüt Cavusoglu habe seinem US-Amtskollegen John Kerry in einem Telefonat mitgeteilt, „dass Fetö hinter diesem Anschlag steckt“, meldete Anadolu am Dienstagabend unter Berufung auf diplomatische Kreise in Ankara.

Anschlag auf russischen Botschafter

Der Attentäter schrie: „Vergesst nicht Aleppo“

Anschlag auf russischen Botschafter: Der Attentäter schrie: „Vergesst nicht Aleppo“

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Fetö ist die amtliche türkische Bezeichnung für die Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen, die in der Türkei als Terrororganisation eingestuft wird. Die Regierung hält Gülen für den Drahtzieher des Putschversuches in der Türkei Mitte Juli und fordert von den USA dessen Auslieferung.

Der ermordete Botschafter wurde am Dienstag zurück in seine Heimat geflogen. Am Moskauer Flughafen Wnukowo empfingen am Abend der russische Außenminister Sergej Lawrow und Cavusoglu den Sonderflug aus Ankara. Soldaten salutierten am Sarg des toten Diplomaten.

Von

dpa

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