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08.09.2014

15:28 Uhr

Attentat der IS-Miliz

19 Tote bei Anschlag im Nordirak

Mindestens 19 Menschen sind bei einem Anschlag im Irak ums Leben gekommen. Experten rechnen das Attentat der Terrormiliz Islamischer Staat zu. Die irakische Armee konnte die Extremisten bislang nicht zurückschlagen.

Immer wieder, wie hier in Bagdad, sprengen sich Selbstmordattentäter in die Luft und reißen andere Menschen mit in den Tod. dpa

Immer wieder, wie hier in Bagdad, sprengen sich Selbstmordattentäter in die Luft und reißen andere Menschen mit in den Tod.

BagdadBei einem Selbstmordanschlag nördlich von Bagdad sind mindestens 19 Menschen getötet worden. Sieben weitere Menschen seien dabei am Montag verletzt worden, berichtete die irakische Nachrichtenseite Al-Mada unter Berufung auf örtliche Sicherheitsbeamte.

Was leistet Deutschland im Irak - und was (noch) nicht?

Bis an die Grenze des Machbaren

Die Bundesregierung hat angekündigt, bei ihrer Hilfe für den Irak bis an die Grenze des politisch und juristisch Machbaren zu gehen. Was heißt das konkret?

Hilfszahlungen

Die Bundesregierung hat im Zuge der Krise 24,4 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt. 4,4 Millionen sind für dringende Maßnahmen wie den Bau von Unterkünften, die Trinkwasserversorgung und medizinische Hilfe vorgesehen. 20 Millionen stehen für längerfristige Infrastrukturprojekte bereit. Auch dabei geht es in erster Linie um Wasserversorgung.

Transport von Hilfsgütern

Die Bundeswehr hat am Freitag mit Hilfsflügen in die nordirakische Kurden-Hauptstadt Erbil begonnen. Fünf Transall-Flugzeuge starteten mit mehr als 35 Tonnen Lebensmitteln und Sanitätsmaterial.

Ausrüstung

Die Bundesregierung hat sich bereiterklärt, Rüstungsgüter wie Kleinlastwagen, Schutzwesten oder Helme aus Bundeswehrbeständen an die kurdischen Streitkräfte im Nordirak zu liefern. Beschlossen ist das aber noch nicht.

Waffen

Auch Waffenlieferungen schließt die Bundesregierung nicht grundsätzlich aus. Allerdings argumentiert sie, dass andere Länder dazu eher in der Lage seien, weil die Kurden mit Waffen aus der früheren Sowjetunion und den USA kämpften.

Bundeswehreinsatz im Irak

Einzelne Politiker haben die Unterstützung der US-Militäroperation im Irak durch die Bundeswehr gefordert – der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour zum Beispiel. Für die Bundesregierung ist das derzeit kein Thema. Die USA bekämpfen die Terrormiliz IS mit Luftangriffen.

Der Anschlag ereignete sich am Morgen in der rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad gelegenen Ortschaft Duluaija. Nach Angaben von Al-Mada Press war ein „Hummer“-Fahrzeug in die Luft gesprengt worden

Das Attentat wird der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugeordnet. IS-Kämpfer kontrollieren viele Kleinstädte entlang des Tigris nördlich von Bagdad und hatten sich in der Vergangenheit zu mehreren Attentaten bekannt.

Die irakische Armee konnte die Extremisten bisher nicht zurückschlagen.

Von

dpa

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