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26.05.2013

13:18 Uhr

Attentat

Französischer Soldat in Paris niedergestochen

Ein französischer Soldat ist auf offener Straße in Paris niedergestochen worden. Der Täter flüchtete. Innenminister Manuel Vall sieht Parallelen zum Mordanschlag auf einen britischen Soldaten in London.

Französische Polizisten stehen vor der Stelle, wo ein französischer Soldat mit einem Messer angegriffen wurde. ap

Französische Polizisten stehen vor der Stelle, wo ein französischer Soldat mit einem Messer angegriffen wurde.

ParisDrei Tage nach dem Mord an einem Soldaten in London hat ein Unbekannter in Paris einen französischen Soldaten mit einem Messer attackiert. Während der französische Innenminister Manuel Valls Parallelen zwischen beiden Attacken zog, sagte Staatschef François Hollande am Samstag, es gebe "derzeit" keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Tötung des britischen Soldaten durch zwei mutmaßliche Islamisten. In London wurden weitere Verdächtige festgenommen.

Unter anderem "die plötzliche Gewalt des Angriffs" sei ähnlich, sagte Valls, der einen Vergleich mit der Bluttat in London nahelegte. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte am Samstag: "Man hat einen Soldaten töten wollen, weil er ein Soldat ist." Er und Valls würden den "unerbittlichen Kampf gegen den Terrorismus" fortsetzen. Der Zustand des im Nacken verletzten Soldaten war am Sonntag stabil.

Der Angriff ereignete sich am Samstag im Viertel La Défense im Pariser Westen. Der 23-jährige Soldat gehörte einer dreiköpfigen gemischten Militär-Polizei-Patrouille an, wie sie der französische Anti-Terrorplan Vigipirate vorsieht. Gegen 17.50 Uhr wurde der Mann im Bereich des Untergrundbahnhofs von La Défense laut Staatsanwaltschaft mit einer "Stichwaffe" attackiert. Um welche Art von Messer es sich handelte, blieb zunächst unklar, womöglich nutzte der Täter ein Teppichmesser.

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Nach ersten noch unbestätigten Ermittlungsergebnissen war der Angreifer etwa 1,90 Meter groß, Bartträger und mit einem schwarzen Pullover und einer schwarzen Hose bekleidet. Er war am Sonntag weiter flüchtig. Der Staatsanwalt von Nanterre, Robert Gelli, teilte mit, der Fall werde von Anti-Terror-Ermittlern der Pariser Staatsanwaltschaft übernommen. Die Ermittler werteten am Sonntag das Material mehrerer Videokameras in der Umgebung des Tatorts aus. Hollande sagte, die Identität des Angreifers und die genauen Umstände der Messerattacke seien noch unbekannt. Es würden jedoch alle Spuren verfolgt.

Nach dem Mord an einem britischen Soldaten auf offener Straße in London am Mittwoch nahm die britische Polizei drei weitere Verdächtige fest. Zwei 24 und 28 Jahre alte Männer seien am Samstag in einem Haus in der britischen Hauptstadt gefasst worden, ein 21 Jahre alter Mann auf der Straße, erklärte Scotland Yard. Im Südosten Londons durchsuchte die Polizei vier Wohnungen.

Die britischen Sicherheitsdienste geraten nach dem Soldatenmord zunehmend unter Druck. Für neuen Zündstoff sorgten dabei am Samstag Berichte, dass der Inlandsgeheimdienst MI5 den mutmaßlichen Täter rekrutieren wollte. Die Berichte bezogen sich auf Aussagen eines angeblichen Freundes von Michael Adebolajo.

Der MI5 habe Adebolajo nach einer Reise nach Kenia als Informanten anzuwerben versucht, sagte Abu Nusaybah, der eigenen Angaben zufolge den 28-jährigen mutmaßlichen Täter seit 2002 kannte. Adebolajo sei in Kenia festgenommen und in Haft misshandelt worden. Bei seiner Rückkehr sei Adebolajo vom MI5 befragt und zur Zusammenarbeit mit dem Dienst gedrängt worden, sagte Nusaybah. Wie die BBC mitteilte, wurde Nusaybah unmittelbar nach dem Interview festgenommen.

Von

afp

Kommentare (8)

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Freidenker

26.05.2013, 14:07 Uhr

Aha...wiederholt sich jetzt in Europa Stay-behind bzw. Gladio? Es ist anzunehmen, da das Großkapital (Superreiche) mit Hilfe der Poltiker/Geheimdienste alles daran setzen wird, das System zu erhalten!!

Schon auffällig wie überall in Europa Gewalt zunimmt. Schweden, London, Frankreich...

Tabu

26.05.2013, 14:18 Uhr

Diese Taten,die sich durch die Jahrzehnte ziehen,
mit tausenden von Toten in Europa und Amerika
lassen sich eben nicht mal so einfach wie die
NSU als terroristische Zelle gerichtsverwertbar
abhandeln.
Diesen Religionsrassismus und Antisemitismus und
der damit einhergehenden Gewalt,muß ein Volk
aushalten,so Merkel.
Mir besonders erinnerlich,der Mord eines Rabbiners
in Toulouse 2012und den drei Kindern.
Ich kann mit sowas nicht leben..Schon garnicht wenn
Kenan Kolat Solingen vor 20 Jahren wieder den
Deutschen ins Gewissen holen will und die Morde,
der Kopfzertreter,Halsabschneider und Bombenleger
als Einzelfälle abtut,oder wie in Schweden,die
Gesellschaft auf der Anklagebank sitzt,welche nie
genug tut für die Muslime.Die einzigen unserer
Zuwanderer,die dermaßen fordend betreut und
gehätschelt werden wollen.

Steinweg

26.05.2013, 14:26 Uhr

Wenn man gut bewaffnet ist, und es geht einem ein Mann mit Teppich-Messer an den Hals, sollte man sich als Polizist fragen, ob die Nahkampf-Ausbildung, die man genossen hat, mangelhaft ist.

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