Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2015

18:16 Uhr

Attentat in Paris

Die blinden Flecken der Geheimdienste

Die beiden Täter aus Paris waren den Behörden bekannt. Der Fall könnte eine neue Diskussion um den Sinn der kompletten Durchleuchtung der Bevölkerung durch die Geheimdienste anheizen.

Unüberschaubares Netzwerk:  Für die Geheimdienste ist die Überwachung von potentiellen Attentätern extrem aufwendig. Eine hundertprozentige Sicherheit kann es deshalb nicht geben.

Unüberschaubares Netzwerk: Für die Geheimdienste ist die Überwachung von potentiellen Attentätern extrem aufwendig. Eine hundertprozentige Sicherheit kann es deshalb nicht geben.

ParisSie wissen um den Polizeischutz vor der Tür, sie wissen in welchem Raum die Redaktionskonferenz stattfindet, sie haben Sturmgewehre und rufen die Namen einiger Redakteure auf. Das brutale Vorgehen der drei Attentäter, die am Mittwoch in der Redaktion des französischen Magazins „Charlie Hebdo“ insgesamt zwölf Personen erschossen haben, wirkte bis aufs kleinste Detail geplant.

Das belegt auch der Fakt, dass zwei der drei Täter bis Freitag frühabends, als Polizisten, sie erschossen, auf der Flucht bleiben konnten. Der Fall könnte nun eine neue Diskussion um das Thema Überwachung eröffnen. Seitdem Whistleblower Edward Snowden öffentlich gemacht hat, in welchem Umfang die Geheimdienste Daten sammeln, gibt es eine Diskussion über den Sinn und Unsinn der Überwachung.

Anschläge von Islamisten in Frankreich

Dezember 2014

Polizisten erschießen im zentralfranzösischen Joué-lès-Tours einen Mann, der mit „Allahu Akbar“-Rufen („Gott ist groß“) in ein Kommissariat stürmt und mit einem Messer drei Polizisten verletzt. Die Ermittler gehen von einer radikalislamisch motivierten Tat aus. Der Überfall erinnere an Taten, zu denen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufrufe.

Oktober 2012

Bei einem Anti-Terroreinsatz in mehreren französischen Städten erschießt die Polizei den 33-jährigen Dschihadisten Jeremy Sidney in Straßburg und nimmt elf weitere mutmaßliche Islamisten fest. Sidney und seine Kumpane werden für einen Anschlag auf ein jüdisches Geschäft verantwortlich gemacht.

März 2012

Der Attentäter Mohamed Merah erschießt in einer Mordserie insgesamt sieben Menschen. Unter ihnen waren drei Kinder und ein Lehrer einer jüdischen Schule. Augenzeugen berichten, der Täter habe mit einer Minikamera gefilmt und sei geflohen. Bevor der Mann nach rund 32-stündiger Polizeibelagerung seiner Wohnung bei einer Schießerei getötet wurde, hatte er sich als Al-Kaida-Anhänger und Mudschaheddin (Gotteskrieger) bezeichnet.

November 2011

Unbekannte verüben einen Brandanschlag auf die Redaktion des französischen Satireblattes „Charlie Hebdo“. Es brachte am gleichen Tag ein Sonderheft zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien heraus und hatte sich dazu in „Scharia Hebdo“ umbenannt. Als Chefredakteur war „Mohammed“ benannt worden. Das Magazin hatte 2006 die umstrittenen Mohammed-Karikaturen aus Dänemark nachgedruckt und bereits in dem Zusammenhang Drohungen und eine Klage erhalten.

Die französische Zeitung „Le Monde“ berichtete am Freitag, die Adresse der Redaktion von „Charlie Hebdo“ war seit dem Brandanschlag auf die Zeitung 2011 unbekannt. Sogar die Nachbarn wurden gebeten, diese nicht zu verraten. Die Attentäter waren demnach gut vorbereitet.

Auch die Abläufe in der Redaktion, wie die Uhrzeit für die Wochenkonferenz, wurden strikt geheim gehalten. Das taktische Vorgehen der Täter wirkte allerdings so, als ob die Zeit des Angriffs, circa 11.30 Uhr, bewusst gewählt gewesen wäre. Auch über den Tag, an dem die Wochenkonferenz abgehalten wurde, waren die Täter informiert, berichtet „ Le Monde.“

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

09.01.2015, 19:02 Uhr

Es riecht penetrant nach "nineeleven"!

Fand man nicht, wie im Schutt und der Asche vom World Trade Center einen völlig unversehrten echten Pass von Mohammed Atta, dem Boss der Gang?!

https://www.youtube.com/watch?v=fudypAexiKY

Vergass in Paris nicht noch einer zufällig seinen Pass in einem Fluchtauto?!

Und jetzt spielt er schon mit den 72 Jungfrauen im Paradies.

Frau Ich Kritisch

09.01.2015, 20:08 Uhr

Wie funktioniert Evolution?
unter den ersten Menschen setzt sich der stärkere durch.
Das stört die schwächeren. Die intelligentesten von ihnen denken nach und nehmen beim nächsten Überfall eine Keule in die Hand. Und setzen sich durch. Nun lernen auch die eh schon körperlich stärkeren mit einer Keule umzugehen. denn die schwächeren machen es ihnen ja vor. Im Laufe der Zeit wurden aus Keulen Schwerter und dann Gewehre. Und die inteligenteren dachten sich folgendes: Warum soll ich selber kämpfen, ich entwikele ein Gewehr das auch nicht zu kluge benutzen können und bezahle sie dann dafür das sie für mich kämpfen. Gesagt getan.
Das ist der Grund, das heute jeder Idiot mit einer Waffe umgehen kann.
Wer wird am Ende siegen?
Der Intelligente, der die Waffen so simpel und verläßlich entwickelt hat oder der nicht ganz so kluge, aber stärkere der sie benutzt?

Das ist Evolution - etwas das bereits die Ägypter und die Römer erkennen mussten.

Es wird sich am Ende nie der Klügere sondern der Gewalttätigere durchsetzen. Die katholische Kirche konnte sich in Germanien erst im 5. Jahrhundert durchsetzen - nur unter Androhung von Gewalt. Israel existiert nur weil es Gewalt ausübt. Wären das dort alles "Gutmenschen" gäbe es kein Israel mehr.

Wir gehen verdammt harten Zeiten entgegen - und dagegen hilft keine Überwachung. Das ist eine Art Partisanen-Krieg wie ihn die Welt noch nicht kennt.
Überleben werden die Stärkeren und die, die sich anpassen.

Frau Ich Kritisch

09.01.2015, 20:12 Uhr

Wie funktioniert Evolution?
unter den ersten Menschen setzt sich der stärkere durch.
Das stört die schwächeren. Die intelligentesten von ihnen denken nach und nehmen beim nächsten Überfall eine Keule in die Hand. Und setzen sich durch. Nun lernen auch die eh schon körperlich stärkeren mit einer Keule umzugehen. denn die schwächeren machen es ihnen ja vor. Im Laufe der Zeit wurden aus Keulen Schwerter und dann Gewehre. Und die inteligenteren dachten sich folgendes: Warum soll ich selber kämpfen, ich entwikele ein Gewehr das auch nicht zu kluge benutzen können und bezahle sie dann dafür das sie für mich kämpfen. Gesagt getan.
Das ist der Grund, das heute jeder Idiot mit einer Waffe umgehen kann.
Wer wird am Ende siegen?
Der Intelligente, der die Waffen so simpel und verläßlich entwickelt hat oder der nicht ganz so kluge, aber stärkere der sie benutzt?

Das ist Evolution - etwas das bereits die Ägypter und die Römer erkennen mussten.

Es wird sich am Ende nie der Klügere sondern der Gewalttätigere durchsetzen. Die katholische Kirche konnte sich in Germanien erst im 5. Jahrhundert durchsetzen - nur unter Androhung von Gewalt. Israel existiert nur weil es Gewalt ausübt. Wären das dort alles "Gutmenschen" gäbe es kein Israel mehr.

Wir gehen verdammt harten Zeiten entgegen - und dagegen hilft keine Überwachung. Das ist eine Art Partisanen-Krieg wie ihn die Welt noch nicht kennt.
Überleben werden die Stärkeren und die, die sich anpassen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×