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15.11.2013

21:14 Uhr

Attentat von Bengasi

Kopfgeld auf Terroristen ausgesetzt

Die Verantwortlichen für das Attentat auf US-Botschafter Stevens und drei Mitarbeiter in Libyen sind immer noch nicht geschnappt. Der amerikanischen Regierung ist die Ergreifung der Täter eine hohe Belohnung wert.

Bei dem Attentat auf die amerikanische Botschaft in Libyen im September 2012 kam der Botschafter Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter ums Leben. Die Täter sind noch nicht geschnappt. dpa

Bei dem Attentat auf die amerikanische Botschaft in Libyen im September 2012 kam der Botschafter Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter ums Leben. Die Täter sind noch nicht geschnappt.

WashingtonDie USA haben eine Belohnung von zehn Millionen Dollar (7,4 Millionen Euro) für Hinweise auf die Hintermänner der Bengasi-Attacken vom September 2012 ausgesetzt.

Die zehn Millionen Dollar seien zwar schon im Januar ausgelobt worden, dies sei aber bis heute kaum an die Öffentlichkeit gedrungen, sagte eine Außenamtssprecherin am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Bislang wurde niemand wegen des Attentats angeklagt oder auch nur festgenommen, das FBI und libysche Stellen ermitteln nach wie vor. Die Belohnung gilt für Informationen, die zur Festnahme oder Verurteilung der damaligen Täter führen.

Libyen nach Gaddafi

20. Oktober 2011

Gaddafi wird in Sirte von Rebellen getötet.

27. Oktober

Die Vereinten Nationen beschließen das Ende des Militäreinsatzes; die Luftangriffe werden zum Monatsende beendet.

31. Oktober

Abdel Rahim al-Kib wird Chef der Übergangsregierung. Der Geschäftsmann löst Mahmud Dschibril ab, der zurückgetreten war.

3. November

Die Nato fordert von Libyens Regierung, im Land kursierende Waffen unter Kontrolle zu bringen. Im Bürgerkrieg kamen Tausende Waffen wie Boden-Luft-Raketen in die Hände von Milizen. 11. November: Rivalisierende Rebellengruppen liefern sich heftige Kämpfe um einen Militärstützpunkt westlich der Hauptstadt Tripolis.

11. November

Rivalisierende Rebellengruppen liefern sich heftige Kämpfe um einen Militärstützpunkt westlich der Hauptstadt Tripolis.

19. November

Gaddafis mit internatonalem Haftbefehl gesuchter Sohn Saif al-Islam wird im Süden des Landes festgenommen.

22. November

Al-Kib vergibt die Schlüsselressorts wie Verteidigung und Inneres an ehemalige Rebellenkommandeure. Die Übergangsregierung soll den demokratischen Aufbau in Libyen in Angriff nehmen.

6. Dezember

Die Übergangregierung setzt nach Gesprächen mit Regionalpolitikern eine Frist für die Entwaffnung der Rebellen in Tripolis. Bis Jahresende soll die Hauptstadt frei von Waffen sein.

17. Dezember

Der UN-Sicherheitsrat hebt die Sanktionen gegen die libysche Banken auf. Damit können seit dem Februar blockierte Auslands-Milliarden des Gaddafi-Regimes ins Land zurückfließen.

3. Januar 2012

Bei einem Gefecht zwischen Angehörigen verschiedener Revolutionstruppen in Tripolis kommen sechs Kämpfer ums Leben.

8. Januar

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagt in Tripolis weitere Wiederaufbauhilfe zu. Das Auswärtige Amt hat bereits acht Millionen Euro humanitäre Soforthilfe und einen Kredit von 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

23. Januar

Gaddafi-Anhänger erobern Bani Walid zurück. Bei der Erstürmung der Wüstenstadt sollen mindestens fünf Menschen getötet worden sein.

Situation heute

Libyen kommt nicht zur Ruhe: Auch rund 100 Tage nach dem Tod des Diktators Muammar al-Gaddafi wird noch geschossen. Kämpfe von Rebellen untereinander oder gegen Anhänger des alten Regimes behindern den Wiederaufbau des zerstörten Landes.

Am 11. September 2012 war das US-Konsulat in Bengasi angegriffen worden, dabei wurden Botschafter Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter getötet. Die Behörden machten militante Islamisten für den Angriff verantwortlich.

Zur Zeit der Attacke wogte eine Welle von Protesten in der arabischen Welt, die sich an einem islamfeindlichen Film entzündet hatte.

Von

afp

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