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24.07.2011

15:04 Uhr

Attentats-Zeugen berichten

„Es sah aus, als habe er Spaß“

Fast 100 Menschen sind bei der Bombenexplosion und dem folgenden Massaker in Norwegen ums Leben gekommen. Besonders die Jugendlichen auf der Ferieninsel Utøya erlebten grausame Stunden.

Spezial-Einsatzkräfte der norwegischen Polizei beim Einsatz auf der Fjordinsel Utöya am Freitag. Quelle: Reuters

Spezial-Einsatzkräfte der norwegischen Polizei beim Einsatz auf der Fjordinsel Utöya am Freitag.

Oslo/Sundvoll
Die Explosion der Osloer Bombe, die der 32jährige Norweger Anders Behring Breivik gebaut hat, tötet am Freitag Nachmittag sieben Menschen, mehrere Gebäude werden zerstört, Chaos bricht aus. Der mutmaßliche Täter ist da schon auf dem Weg zur etwa 30 Kilometer entfernten Insel Utöya, wo etwa 600 Jugendliche an einem Zeltlager der regierenden Arbeiterpartei teilnehmen. Um möglichst viele potenzielle Opfer in seine Nähe zu locken, hat sich B. B. laut Zeugenaussagen extra einen Polizeipullover angezogen. Er habe gesagt: "Kommt zu mir, ich habe wichtige Informationen, kommt zu mir, es besteht keine Gefahr", berichtet beispielsweise die 15-jährige Elise. Dann eröffnet der Mann aus zwei Waffen das Feuer.

Die folgenden Zeugenaussagen wurden dokumentiert von der Nachrichtenagentur dpa und dem norwegische Fernsehsender NRK:

Peter Linge Hessen: „Dann rief ein Kumpel, dass wir um unser Leben rennen müssen. Wir haben alle Kleidung mit starken Farben ausgezogen. Ich hörte Leute zum Wasser rennen, habe sie aber nie schwimmen gesehen. Ich hörte den Attentäter schießen und fragte mich, wann ihm die Munition ausgeht, aber das passierte nicht. Ich habe versucht zu schwimmen - auf dem Rücken, damit ich sehen konnte, was auf der Insel passiert. zehn bis 20 Körper lagen da. Sie bewegten sich nicht. Ich weiß nicht, ob sie sich versteckten oder tot waren.“

Magnus Stenseth (18), Regionalleiter der Jugendorganisation AUF: „Er kam den Hügel hoch und war nur 20 Meter von mir entfernt. Ich sah ihm genau in die Augen, er lud die Waffe, richtete sie auch mich und einige andere und schoss. Ich weiß nicht, ob jemand getroffen wurde. Es sah aus, als habe er Spaß. Das macht alles noch schlimmer. Er lief über die Insel als sei er allmächtig. Und das war er auch, weil wir wehrlos waren.“

Prableen Kaur vom Osloer AUF: „Ich habe Mama angerufen und gesagt, dass wir uns vielleicht nie wieder sehen und dass ich sie liebe. Sie weinte, das tat weh. Andere sprangen ins Wasser. Ich blieb liegen, das Handy in der Hand. Ich lag auf einer Leiche, zwei andere Tote auf meinen Beinen.“

Quelle: dpa

Camporganisator Adrian Pracon (21): „Wir dachten, es wäre gut, die Polizei auf der Insel zu haben. Bis der Polizist plötzlich anfing, auf Leute zu schießen. Er stand da und zielte mit dem Gewehr auf meinen Kopf. Ich flehte, dass er nicht abdrückt. Und er tat es nicht. Er war sehr ruhig, er war entspannt und kontrolliert. Es schien, als kümmerte es ihn gar nicht richtig.“

Nicoline Bjerge Schie (22): „Ich hab ihn nicht gesehen, aber gehört. Er schrie und jubelte und gab mehrere Siegesrufe von sich.“

Thorbjørn Vereide (22): „Er hat darauf geachtet, auf alle immer zweimal zu schießen.“

Campingtouristin Torill Hansen: „Als ich zehn aufgenommen hatte, war das Boot voll. Beinahe kenterte es. Zu bestimmen, wen ich mitnehmen sollte, war schrecklich.“

Quelle: Reuters

Bernard Böhmer, Inhaber eines Cafés im Osloer Regierungsviertel: „Das ist unfassbar, zu was Menschen fähig sind. Ich habe den Knall gehört und die Druckwelle auf der Brust gespürt. Ich wurde nach hinten geschleudert. Und ich wusste sofort: Das war keine Gasexplosion, sondern eine Bombe.“

Harald Jakhelln (17): „Ich war während der Bombenexplosion zu Hause, meine ganze Wohnung hat gebebt. Das ist heute wie in einer Geisterstadt.“

Von

dpa

Kommentare (6)

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Alex

24.07.2011, 15:39 Uhr

False Flag Terror :
http://www.youtube.com/watch?v=kQdBjix5NBE&feature=player_embedded#at=491

Norbert

24.07.2011, 15:47 Uhr

Ja, das habe ich auch gefunden :
Alex Jones hat auf seiner Webseite www.infowars.com schon am Donnerstag darauf hingewiesen, daß dieser Angriff kommen werde in Norwegen. Es ist eine False Flag Operation. Damit sollen noch schärfere Gesetze durchgepuscht werden.

Thomas-Melber-Stuttgart

24.07.2011, 16:10 Uhr

Ich gehe nicht so weit von einer "conspiracy" zu sprechen, aber wie hier eine Legende aufgebaut wird erinnert mich das an Lee Harvey Oswald.

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