Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.12.2015

12:55 Uhr

Auf der Balkanroute

Flüchtlinge leisten großen Widerstand

Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze wehren sich gegen den Abransport nach Athen – sie wollen ihre Reise nach Europa fortsetzen und nicht zurück in die Heimat. Die Situation droht weiter zu eskalieren.

Zahlreiche Flüchtlinge warten an der Grenze Griechenlands zu Mazedonien auf ihre Weiterreise. Doch nur ein Teil von ihnen darf die Reise über die Balkanroute fortsetzen. ap

Flüchtlinge in Idomeni

Zahlreiche Flüchtlinge warten an der Grenze Griechenlands zu Mazedonien auf ihre Weiterreise. Doch nur ein Teil von ihnen darf die Reise über die Balkanroute fortsetzen.

Athen/IdomeniChaos in der nordgriechischen Grenzstadt Idomeni: Rund 1500 Migranten aus Marokko, Pakistan und Iran, denen die Einreise nach Mazedonien verwehrt wird, wehren sich dagegen, in Zügen nach Athen gebracht und ausgewiesen zu werden. Im Protest gegen die geschlossenen Grenzen Mazedoniens liefern sie sich Kämpfe mit der griechischen Polizei und werfen Steine auf andere Flüchtlinge, die die Grenze passieren dürfen.

Die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze ist seit Tagen angespannt. Am Donnerstagabend harrten dort nach Informationen der griechischen Nachrichtenagentur Ana-Mpa zwischenzeitlich rund 6000 Menschen aus. Ein Flüchtling erlitt auf den Bahngleisen einen Stromschlag und erlag seinen Verletzungen.

Immer wieder dürfen Gruppen registrierter Flüchtlinge nach Mazedonien weiterreisen – erst am Freitagmorgen sollen es 1100 syrische, afghanische und irakische Staatsbürger gewesen sein. Für Migranten aus Marokko, Pakistan und Iran hingegen endet die Reise am Grenzzaun. Sie sollen nun nach Athen gebracht und ausgewiesen werden.

Für die betroffene Grenzregion hat Griechenland am Donnerstagabend auf Druck anderer EU-Länder einem Frontex-Einsatz zugestimmt. Wie die EU-Kommission berichtet, sollen die Grenzschützer vor Ort bei der Registrierung der Flüchtlinge helfen.

Tragischer Tod

Flüchtling stirbt an Stromschlag am Grenzzaun

Tragischer Tod: Flüchtling stirbt an Stromschlag am Grenzzaun

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×