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29.06.2017

13:45 Uhr

Auf Flügen in die USA

Kein Laptop-Verbot, aber strengere Kontrollen

Ein generelles Laptop-Verbot auf Flügen in die USA ist vorläufig vom Tisch. Allerdings hat die US-Regierung neue Auflagen erlassen, die die Sicherheit erhöhen sollen. Was sind die Folgen? Fragen und Antworten.

Fluggäste, die in die USA reisen möchten, müssen sich auf strengere Kontrollen einstellen. dpa

Neue Sicherheitsauflagen

Fluggäste, die in die USA reisen möchten, müssen sich auf strengere Kontrollen einstellen.

WashingtonWelche Sicherheitsmaßnahmen wurden konkret beschlossen?
Das US-Ministerium für Heimatschutz verlangt eine strengere Untersuchung der Passagiere. Dazu gehören die Überprüfung der Angaben der Fluggäste zu ihrer Person und eine eingehendere Inspektion elektronischer Geräte, die größer als ein Smartphone sind. Ein genereller Laptop-Bann in der Kabine, der in der Luftfahrt-Branche sehr kritisch gesehen wurde, gehört aber nicht dazu.

Ist das umstrittene Laptop-Verbot nun endgültig vom Tisch?
Aktuell sind weiterhin Laptops an Bord erlaubt, solange die geforderten Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehören auch intensivere Prüfverfahren rund um die Flugzeuge und in allen Bereichen, in denen sich Passagiere aufhalten, sowie der Einsatz von mehr Sprengstoffspürhunden und neuartigen technischen Geräten, mit denen gefährliche Gegenstände entdeckt werden können. Airlines, die sich nicht an die neuen Vorschriften halten, dürfen die USA nicht anfliegen, auch nicht, wenn Laptops oder Tablets in den Frachtraum verbannt werden. Die US-Bundesbehörde TSA (Transportation Security Administration) wird die Einhaltung der Regeln kontrollieren.

USA: Strengere Flugkontrollen statt Laptop-Verbot

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Strengere Flugkontrollen statt Laptop-Verbot

Groß war die Aufregung, nun scheint es eine Lösung im Sinne der Passagiere zu geben: Laptops bleiben auf Flügen in die USA erlaubt, allerdings müssen Fluggesellschaften zwingend schärfere Sicherheitsmaßnahmen umsetzen.

Womit begründet des US-Regierung die strengeren Sicherheitsmaßnahmen?
Das Heimatschutzministerium verweist darauf, dass Terroristen in ihrer Propaganda immer wieder Angriffe auf den Luftverkehr feiern, etwa die Attacke auf ein in Ägypten gestartetes Flugzeug durch Sprengstoff in einer Getränkedose im Oktober 2015 oder einen Vorfall in Somalia im Februar 2016 mit einem mit Sprengstoff gefüllten Laptop. Terroristen hätten außerdem 2001 eine Bombe in Schuhen versteckt, 2006 flüssige Sprengmittel verwendet und 2010 in einem Drucker einen Sprengkörper versteckt. Außerdem hätten Selbstmord-Attentäter 2009 und 2012 Sprengstoff in der Unterwäsche getragen.

Welche Flughäfen und Strecken sind von den neuen Regeln betroffen?
Die US-Regierung will die Regeln auf allen rund 2100 Flügen anwenden, die täglich in die Vereinigten Staaten führen. Damit müssen auf über 280 Flughäfen in 105 Ländern rund um den Globus die neuen Regeln von 180 Airlines umgesetzt werden.

Wann treten die neuen Regeln in Kraft?
Das Heimatschutzministerium bleibt bei seiner Ankündigung vage und spricht von einer Umsetzung in Phasen innerhalb der nächsten Wochen und Monate. Details will die Regierung ohnehin nicht nennen, um Terroristen keine Hinweise zu geben.

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Sind die neuen Sicherheitsmaßnahmen zeitlich befristet?
Das Ministerium nennt kein konkretes Enddatum. Die Maßnahmen würden solange gelten bis sich die Bedrohungslage verbessere.

Welche konkreten Auswirkungen werden die neuen Regeln auf die Passagiere haben?
Solange die Details der neuen Kontrollen nicht bekannt sind, ist diese Frage schwer zu beantworten. Das Heimatschutzministerium wies darauf hin, dass manche Sicherheitsmaßnahmen auch im Hintergrund stattfinden, ohne dass die Fluggäste etwas davon mitbekommen. Die Passagiere sollten sich jedoch auf zusätzliche Überprüfungen der Reisenden selbst und des Handgepäcks einstellen.

Gelten die neuen Regeln auch auf Flügen innerhalb der USA?
Formal geht es nur um die Flüge, die aus dem Ausland in die USA führen. Die US-Regierung kündigte gleichzeitig auch Maßnahmen für Inlandsflüge an, die in weiten Teilen mit den Regeln für Auslandsflüge übereinstimmen.

Von

dpa

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