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20.11.2014

15:38 Uhr

Aufrüsten gegen Anschläge

Israel erleichtert Bewaffnung seiner Bürger

Israel rüstet sich gegen neue Anschläge. Waffenscheine werden nun leichter erteilt. Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Anschlag zweier Palästinenser auf eine Synagoge und ruft zur Besonnenheit auf.

Israel erleichtert den privaten Waffenbesitz. Die Maßnahme soll für mehr Sicherheit sorgen. dpa

Israel erleichtert den privaten Waffenbesitz. Die Maßnahme soll für mehr Sicherheit sorgen.

Tel AvivNach einer Serie palästinensischer Anschläge erleichtert Israel es seinen Bürgern, zum Schutz Waffen zu tragen. Polizeiminister Izchak Aharonovich billigte am Donnerstag Erleichterungen bei der Ausgabe von Waffenscheinen. Wachmännern solle drei Monate lang erlaubt werden, ihre Waffen mit nach Hause zu nehmen, berichteten israelische Medien.

Außerdem werde man die Liste von Ortschaften ausweiten, deren Einwohner Waffen tragen dürfen. Veteranen von Elite-Einheiten der Armee und Offizieren sollte es ebenfalls erlaubt werden, sich zu bewaffnen. Am Dienstag hatten zwei Palästinenser bei einem Anschlag in einer Synagoge in Jerusalem fünf Menschen getötet.

Die Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen verurteilten den Anschlag am Mittwoch. Das mächtigste UN-Gremium bezeichnete das Attentat in einer Mitteilung als „abscheulich“.

Zugleich sorgten sich seine Mitglieder wegen der wachsenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern in der Stadt. Der Sicherheitsrat rief die Konfliktparteien auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer Beruhigung der Lage führen.

Die USA kritisierten israelische Genehmigungen für den Bau von 78 Wohneinheiten in Har Homa und Ramot. Nach Angaben der israelischen Nachrichtenseite „Walla“ hatte die Jerusalemer Stadtverwaltung die Projekte am Mittwoch gebilligt. Die Bauprojekte liegen in Stadtteilen außerhalb der grünen Linie, die zwischen dem israelischen Kernland und den 1967 eroberten Gebieten verläuft.

Die Palästinenser sehen in Ost-Jerusalem die Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates, Israel beansprucht hingegen die ganze Stadt als „ewige, unteilbare Hauptstadt“.

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Jeff Rathke, ein Sprecher eines US-Außenministeriums, sagte zu den Bauplänen: „Während dieser sensiblen Zeit in Jerusalem tragen solche Aktivitäten nicht zu dem Bemühen bei, die Spannungen zu verringern und einen Weg in Richtung Frieden zu suchen.“

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin warnte vor einem gefährlichen neuen Palästinenseraufstand Intifada. Israel wolle keinen Krieg mit dem Islam führen, betonte er im Gespräch mit dem israelischen Fernsehen. „Auch (Palästinenserpräsident) Abu Masen (Abbas) ist nicht an einem Konflikt und einem Religionskrieg interessiert, aber er setzt seine Autorität nicht dazu ein, die Unruhen zu beenden.“

Kommentare (5)

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Herr Josef Schmidt

20.11.2014, 13:34 Uhr

Wann gibt es endlich Kopfgeld für erschossene Palestinenser ähhhm Terroristen.

Herr peter gramm

20.11.2014, 14:33 Uhr

das völkerrecht wird gegenüber putin vehement eingefordert. der jahrelange verstoß gegen das völkerrecht durch israel findet dagegen kaum erwähnung. permanent sonderrechte für sich in anspruch nehmen geht gar nicht.

Herr Josef Schmidt

20.11.2014, 14:52 Uhr

Das Morden nennt sich dann Selbstverteidigung.

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