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20.09.2011

11:52 Uhr

Aufstand im Jemen

Mörsergranaten treffen Protestzelte

Der Aufstand im Jemen gleicht immer mehr einem Bürgerkrieg: Am Dienstag fielen Mörsergranaten auf Zelte der Protestbewegung in der Hauptstadt Sanaa. Drei Demonstranten starben, zehn Menschen wurden verletzt.

Demonstranten fliehen vor Gasgranaten in der jemenitischen Stadt Taiz. Reuters

Demonstranten fliehen vor Gasgranaten in der jemenitischen Stadt Taiz.

SanaaAm Dienstag starben nach Informationen der Nachrichtenwebsite „Marib Press“ drei Demonstranten, als Mörsergranaten auf Zelte der Protestbewegung im Zentrum der Hauptstadt Sanaa fielen. Zehn Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Am Vortag hatten Brigaden, die loyal zu Präsident Ali Abdullah Salih stehen, nach Angaben von Ärzten und Helfern 32 mutmaßliche Regimegegner getötet. Unter den Opfern war auch ein kleines Kind.

Tausende von Anhängern der Opposition stürmten am Montagabend einen Stützpunkt der Republikanischen Garde, die immer noch auf Salihs Kommando hört. Salih hält sich seit einem Bombenanschlag im Juni, bei dem er schwer verletzt worden war, im benachbarten Saudi-Arabien auf. Der inzwischen wieder weitgehend genesene Präsident traf am Montagnachmittag mit dem saudischen König Abdullah zusammen, der die Jemeniten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA dazu aufrief, „die aktuelle Krise zu überwinden“.

Die Website „News Yemen“ meldete, am Montag sei ein Kameramann des TV-Senders Al-Hurra im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Ein Scharfschütze habe auf ihn geschossen, während er die Gewalt gegen Demonstranten in Sanaa filmte, hieß es.

Von

dpa

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