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11.12.2011

23:32 Uhr

Aufstand in Syrien

Erfolgreicher Generalstreik der Opposition

Die syrische Opposition verschärft den Druck auf das Regime von Präsident Assad weiter. Die Bevölkerung folgte am Wochenende dem Streikaufruf der Aufständischen: Die meisten Geschäfte blieben geschlossen.

Friedlicher Protest in Damaskus dapd

Friedlicher Protest in Damaskus

DamaskusMit einem Generalstreik hat die syrische Opposition am Sonntag versucht, den Druck auf die Führung in Damaskus zu erhöhen. Nach Angaben von Aktivisten blieben in den Provinzen Daraa und Idleb sowie in den Städten Homs und Harasta die Geschäfte geschlossen.

Durch Gewalt der Sicherheitskräfte starben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag erneut 13 Zivilisten. Der Streik sei in Daraa im Süden und den meisten Orten der Bergregion von Dschabal el Zawia in Idleb im Nordwesten des Landes «weitgehend befolgt» worden, meldete die in London ansässige Beobachtungsstelle unter Berufung auf Aktivisten vor Ort.

Auch in Harasta bei Damas sei der Streikaufruf «zu 90 Prozent» befolgt worden. Demnach versuchten Sicherheitskräfte mit Gewalt, Ladeninhaber zum Öffnen ihrer Geschäfte zu zwingen. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurde auch in den von der Opposition beherrschten Vierteln von Damaskus der Streik befolgt.

Die oppositionellen Lokalen Koordinierungskomitees teilten mit, dass sich an der Universität die meisten Fakultäten am Streik beteiligt hätten. Demnach ist der Streik der Beginn einer Kampagne des zivilen Ungehorsams. Wie die Beobachtungsstelle weiter mitteilte, wurden am Sonntag landesweit 13 Zivilisten von Sicherheitskräften getötet.

Vier davon seien von Regierungstruppen in Kafar Tacharim in der Provinz Idleb erschossen worden. Fünf weitere seien in Homs umzingelt von mehreren Panzern und zahlreichen Soldaten getötet worden. Am Freitag und am Samstag waren 55 Menschen getötet worden.

Der Vorsitzende des oppositionellen Syrischen Nationalrats, Burhan Ghaliun, sagte dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel», die Opposition sei nicht länger bereit, mit den «Mördern» in Damaskus zu verhandeln. Zugleich betonte er, sie sei aber bereit, mit Militär- und Zivilbeamten zu sprechen.

Kommentare (1)

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farid

12.12.2011, 08:23 Uhr

Die CIA lässt nicht locker.
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