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28.04.2012

13:14 Uhr

Aus „humanitären Gründen“

Saudi-Arabien nimmt Bin-Laden-Familie auf

Saudi-Arabien hat „aus humanitären Gründen“ die Familie des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden aufgenommen. Die Führung ist überzeugt, dass die drei Witwen und zehn Kinder nicht in den Terrorismus verwickelt sind.

Ex-Al-Kaida-Chef bin Laden hinterließe drei Witwen und zehn Kinder. dapd

Ex-Al-Kaida-Chef bin Laden hinterließe drei Witwen und zehn Kinder.

KairoSaudi-Arabien hat „aus humanitären Gründen“ die Familie des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden aufgenommen. Die saudiarabische Führung sei überzeugt, dass die drei Witwen und zehn Kinder Bin Ladens nicht in die Taten der Terrororganisation verwickelt seien, berichtete die Zeitung „Asharq al-Awsat“ am Samstag unter Berufung auf einen hochrangigen Behördenvertreter. Bin Ladens Angehörige waren am Freitag nach ihrer Abschiebung aus Pakistan in dem Königreich eingetroffen. Zuvor hatten die Frauen in Pakistan Haftstrafen wegen illegalen Aufenthalts verbüßt.

Die drei Frauen waren bei dem Einsatz eines US-Kommandos in der Garnisonsstadt Abbottabad im Mai 2011 festgenommen worden, bei dem Bin Laden getötet worden war. Seitdem standen sie in einer Villa in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad unter Hausarrest.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington mit fast 3000 Toten war Bin Laden der Staatsfeind Nummer eins der USA. Fast ein Jahrzehnt konnte er sich verstecken, bis die US-Geheimdienste ihn und seine Familie im pakistanischen Abbottabad aufspürten. Ein US-Spezialkommando stürmte das Anwesen in der Nacht zum 2. Mai 2011 und erschoss den Al-Kaida-Chef. Beobachter vermuten, dass die Behörden in Islamabad an einer schnellen Abschiebung der Frauen interessiert waren, bevor sie weitere Details über ihr Leben in Pakistan preisgeben konnten.

Von

afp

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