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10.12.2015

03:10 Uhr

Aus Steueramnestie

Italien erwartet fast vier Milliarden Euro Einnahmen

Am 30. November endete ein einjähriges Amnestieprogramm, das 130.000 Steuerzahler nutzen, um verstecktes Geld anzumelden und so weitgehend Straffrei davonzukommen. Der Staat erwartet nun Einnahmen in Milliarden-Höhe.

Gebäude in Rom: 130.000 Steuerzahler nutzen das Amnestieprogramm, das am 30. November auslief. Der italienische Staat erwartet nun Einnahmen von 3,8 Milliarden Euro. Reuters

Rom

Gebäude in Rom: 130.000 Steuerzahler nutzen das Amnestieprogramm, das am 30. November auslief. Der italienische Staat erwartet nun Einnahmen von 3,8 Milliarden Euro.

MailandNach Ablauf einer Steueramnestie erwartet die italienische Regierung zusätzliche Einnahmen von 3,8 Milliarden Euro. Im Zuge des einjährigen Amnestieprogramms, das am 30. November endete, meldeten Steuerflüchtlinge Vermögenswerte von 59,5 Milliarden Euro an, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte.

Daraus würden sich geschätzte Steuereinnahmen von 3,8 Milliarden Euro ergeben. Insgesamt nutzten 130.000 Steuerzahler die Chance, ihr verstecktes Geld beim Fiskus anzumelden und damit weitgehend einer Strafe wegen Steuerhinterziehung zu entgehen.

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Das Wirtschaftsministerium sprach von einem Erfolg und erklärte, die „Ära des Bankgeheimnisses ist vorbei“. Demnach wurde das meiste Geld in der Schweiz versteckt gefolgt von Monaco, Bahamas, Singapur, Luxemburg und San Marino. Das Ministerium verwies darauf, dass anders als bei früheren Amnestien die Steuerzahler ihre gesamten fälligen Steuern und Zinsen begleichen müssen und lediglich die Höhe der Strafzahlungen reduziert wurde. Die Regierung schätzt, dass ihr jährlich 90 Milliarden Euro Steuern entgehen, rund die Hälfte davon durch die Unterschlagung der Mehrwertsteuer.

Von

afp

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