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22.08.2014

13:17 Uhr

Ausbau der Startanlage

Nordkorea testet weiter Langstreckenraketen

Nordkorea treibt trotz internationaler Sanktionen sein Testprogramm für Langstreckenraketen voran. In Sohae soll das Regime Triebwerke für Interkontinentalraketen getestet haben, mutmaßen die USA.

Einer Weltraumrakete in Nordkorea in Sohae aus dem Jahr 2012: Nordkorea könnte praktisch noch vor Jahresende neue Raketen starten, sollte das Regime dies beschließen. dpa

Einer Weltraumrakete in Nordkorea in Sohae aus dem Jahr 2012: Nordkorea könnte praktisch noch vor Jahresende neue Raketen starten, sollte das Regime dies beschließen.

SeoulTrotz internationaler Sanktionen schafft Nordkorea laut Experten die Voraussetzung dafür, Raketen von noch größerer Reichweite wie bisher starten zu können. Der seit Mitte 2013 betriebene Ausbau der Raketen-Startanlage in Sohae an der Westküste des Landes könnte im Herbst vollendet werden, berichtete das US-Korea-Institut an der Johns-Hopkins-Universität am Freitag auf seiner Website „38 North“. Dadurch sei Nordkorea künftig imstande, „Trägerraketen mit größerer Reichweite und Nutzlast zu testen“, hieß es.

Nordkorea könnte praktisch noch vor Jahresende neue Raketen starten, sollte das Regime dies beschließen. Es habe Hinweise gegeben, das Regime im vergangenen Monat auf dem Gelände in Sohae auch Triebwerke für Interkontinentalraketen getestet habe. Zur Einschätzung der Lage zogen die Experten wie üblich Bilder kommerzieller Satelliten heran. Die Website ist auf Analysen von Vorgängen in dem weithin abgeschotteten Land spezialisiert.

Nordkorea hatte Ende 2012 von Sohae eine Weltraumrakete gestartet und erklärt, einen Beobachtungssatelliten ins All gebracht zu haben. Die USA und andere Staaten warfen dem Land vor, einen verdeckten Test für Interkontinentalraketen unternommen zu haben. Sowohl nach dem Raketenstart wie auch nach dem dritten Atomtest Nordkoreas im Februar 2013 hatte der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Pjöngjang ausgeweitet.

Von

dpa

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