Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.05.2015

01:29 Uhr

Ausgabe von Geldmarktpapieren

EZB könnte Griechenland Schuldenaufnahme erleichtern

Die EZB könnte Griechenland einem Insider nach die Geldaufnahme am Kreditmarkt erleichtern - vorausgesetzt eine Einigung im Schuldenstreit steht bevor. Von den Verhandlungspartnern kommen indes widersprüchliche Aussagen.

Die wohl bekanntesten Gesichter im griechischen Schuldenstreit - Premierminister Minister Alexis Tsipras (r) und Finanzminister Yanis Varoufakis: Die Verhandlungen seien „auf der Zielgeraden“, sagt Tsipras. dpa

Alexis Tsipras/Yanis Varoufakis

Die wohl bekanntesten Gesichter im griechischen Schuldenstreit - Premierminister Minister Alexis Tsipras (r) und Finanzminister Yanis Varoufakis: Die Verhandlungen seien „auf der Zielgeraden“, sagt Tsipras.

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte nach Informationen aus Bankenkreisen der Regierung in Athen im Falle einer bevorstehenden Einigung im Schuldenstreit die Geldaufnahme am Kreditmarkt erleichtern. Die Obergrenze für die Ausgabe von Geldmarktpapieren könnte angehoben werden, wenn es glaubhaft sei, dass die Euro-Zone die ausstehenden Hilfsgelder zahlen werde, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch.

Ein entsprechendes Signal könne sein, wenn die Europäische Zentralbank und nationale Notenbanken 1,9 Milliarden Euro an Gewinnen überwiesen, die sie mit griechischen Staatsanleihen erzielt hätten. Die EZB wollte dazu keine Stellung nehmen.

Die Ausgabe von Geldmarktpapieren mit kurzer Laufzeit ist die einzige Möglichkeit für die Regierung in Athen, sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Die von den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds gesetzte Obergrenze von 15 Milliarden Euro ist aber ausgeschöpft.

Athen und die internationalen Gläubiger sind sich indes uneins über den Stand der Verhandlungen über weitere Finanzhilfen: Während der griechische Regierungschef Alexis Tsipras am Mittwoch in Athen sagte, die Verhandlungen seien „auf der Zielgeraden“, sprach die EU-Kommission von einer Reihe offener Fragen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte in der ARD, die Verhandlungen seien „noch nicht sehr viel weitergekommen“.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Teito Klein

28.05.2015, 08:31 Uhr

Griechenland ist auf einem guten Weg
---------------
Das ist das ewige Mantra von Schäuble.
Mit mir (Juncker) wird es keinen Grexit geben!
Wenn es ernst wird, muss man lügen! (Zitat Juncker)
Wir (die deutschen Steuerzahler) werden alles tun, damit Griechenland im Euro bleibt. Koste es, was es wolle! (Merkel)
Wir stehen kurz vor einer Einigung (Tsipras und Varoufakis).
Goldman Sachs-Draghi erhöht wöchentlich die ELA-Kredite.
Goldman Sachs-Draghi will wieder griechische Schrottpapiere aufkaufen.

Herr Wilfried Runft

28.05.2015, 08:32 Uhr

Aus Griechenland kommt doch nichts anderes als laue Luft. Selbst die Börsen lassen sich vom Geschwätz der Griechen beeindrucken. Die nächsten zu zahlenden 300 Mio Euro sind doch nicht das Problem, sondern die Konzeptlosigkeit der derzeitigen griechischen Regierung, die bereits gewonnenes strukturelles Terrain wieder aufgibt. Es kann doch nicht sein, dass der Rest Europas die Griechen noch zig Jahre durchfüttert und genau diesen Standpunkt müssten Merkel und Hollande in aller Deutlichkeit den Amerikanern klar machen, denn die USA sind in der Griechenlandkrise das eigentliche Problem...

Herr Teito Klein

28.05.2015, 08:45 Uhr

Wir schreiben das Jahr 2050
-----------------
Griechenland erhält "alternativlos" das 50. "Hilfspaket" und den 10. "Schuldenschnitt ".
Der Schuldenstand beträgt mittlerweile 2.500.000.000.000€.
Aber Griechenland ist auf einem "guten Weg", so steht es in den Geschichtsbüchern.

Alle Griechen werden nach ihrer Geburt automatisch verbeamtet und gehen in Pension.
Die deutschen Steuerzahler sind solidarisch und überweisen ihr Gehalt per Dauerauftrag direkt an die griechische Nationalbank.

Anno domini 2015 hat Deutschland 320 Milliarden an "Reparationszahlungen an Griechenland geleistet. Das hat aber nichts geändert. Jetzt fordern sie einen "Nachschlag"" von 3 Billionen.

Wie sagte schon Varoufakis: "Deutschland kann sagen was es will, am Ende zahlt es immer"!
Und so ist es!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×