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11.09.2015

11:16 Uhr

Ausland lobt Merkel für Flüchtlingspolitik

Wie aus der „Zerstörerin Europas“ eine Heldin wird

„Licht der Nationen“, „das gute Gesicht“: Deutschlands Offenheit den Flüchtlingen gegenüber verändert das Bild des Landes im Ausland. Angela Merkel wird gefeiert. Doch nicht jeder kann sich damit anfreunden.

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Es ist eine Hommage an die deutsche Bundeskanzlerin, die diese Woche in der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ zu lesen ist: „Deutschland, Licht für die Nationen der Welt“, so die Überschrift des Leitartikels. Der Tenor: Angela Merkel beweise, dass man aus der Geschichte lernen könne. Sie habe die Tore Berlins für all die Flüchtlinge geöffnet, die dem Tod entflohen seien. „Gut für dich, Deutschland.“

Ob in Israel, in Amerika oder innerhalb Europas: Die Bilder eines Deutschlands, in dem jubelnde Menschen Flüchtlinge willkommen heißen und mit Spenden überhäufen, gehen um die Welt. Eine deutsche Kanzlerin, die Grenzen öffnet, statt Ländern wie Griechenland Sparsamkeit zu predigen, das rüttelt an Stereotypen.

Italiens Medien beschäftigen sich seit Tagen mit diesem seltsamen neuen Deutschland. In der Griechenland-Krise wurde Merkel gerne mit der Pickelhaube dargestellt. Jetzt versuchen die Medien, den Wandel der deutschen Seele zu erklären. Der „Corriere della Sera“ widmet dem Phänomen eine ganze Seite unter dem Titel „Der deutsche Geist“. „La Repubblica“ schreibt: „Der Wandel der Merkel: Berlin wählt das gute Gesicht“.

Besagte Angela Merkel, zunächst im Inland für ihren verzagten Umgang mit dem Flüchtlingsstrom gescholten, nutzt das positive Echo auf ihren Schwenk, um Druck auf andere Staaten zu machen. „Wir müssen jetzt einfach anpacken und alle Hindernisse aus dem Weg räumen“, sagte sie in dieser Woche bei ihrer Rede im Bundestag. „Wenn wir mutig sind und manchmal vorangehen, dann wird es wahrscheinlicher, dass wir eine europäische Lösung finden.“

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Merkels Öffnung der Grenze lasse andere Regierungschefs als „Parodien einer männlichen, flachen und unmenschlichen Macht“ dastehen, schreibt Deutschland-Kenner Carlo Bastasin in „Il Sole 24 Ore“. Ganz ähnlich sieht dies die „Washington Post“: „Frau Merkels Antwort auf die Krise war ein Lichtblick in einer ansonsten trostlosen Umgebung, einem Bild der Schande, das auch die USA einschließt, die bisher weniger als 1000 Syrer aufgenommen haben.“

Es gibt auch Kommentare, die davor warnen, dass sich Deutschland übernehmen könnte. Es bestehe die Gefahr, dass das Wohlfahrtssystem unter der Last der Einwanderer zusammenbreche, schreibt etwa die Gratiszeitung „Israel Heute“, die Premier Benjamin Netanjahu nahe steht. Merkel hätte dann eine Zunahme rechtsradikaler Kräfte zu verantworten, sind in Israel einige mahnende Stimmen zu hören.

Kommentare (282)

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Frau Margrit Steer

11.09.2015, 11:24 Uhr

Ja logisch, dass Merkel von der Welt gelobt wird, denn dann kommen ja keine Flüchtlinge in die anderen Länder.
Übrigens, Israel baut auch gerade eine Mauer gegen die islamischen Flüchtlinge.
Allrdings lachen die anderen Länder sich kaputt über das dumme Deutschland, das sollten Sie, liebe Redakteure auch bedenken.
Noch einmal, ich jeder syr. Flüchtlingsfamile soforot, das muß man mir nicht erst sagen, aber dass unsere Asylpolitik, bzw. die der Merkel unser Land zerstören wird, darübr gibt es wohl keinen Zweifel. Die Probleme kommen erst noch

Herr Ulrich Kottke

11.09.2015, 11:27 Uhr

Meinungsfreiheit, Objektivität und unabhängige Medien in D??? http://www.rtdeutsch.com/31581/headline/palim-palim-zdf-zensiert-medienkritisches-lied-von-dieter-hallervorden/

Account gelöscht!

11.09.2015, 11:27 Uhr

Klar wird diese Grün-Sozialisische Merkel, die ihr eigenes Volk und die EU Gesellschaft an illegale kulturfremde Einwanderer Verkauft von den nicht betroffenen EU Ländern in den Himmel gelobt. Der Länder haben ja auch nichts zu befürchten und werden diese Grün-Sozialistisch Merkelpolitik der Verantwortlosigkeit und Selbstzerstörung nie für ihr eigenes Volk praktizieren.

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