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08.01.2011

13:52 Uhr

Auslands-Besuch

Westerwelle will Europas Märkte für Pakistan öffnen

Bundesaußenminister Guido Westerwelle macht sich für eine Öffnung der europäischen Märkte für pakistanische Produkte stark, um das Land wirtschaftlich zu stabilisieren. Der Außenminister unterstrich die Bedeutung der Stabilität des Landes für den Westen.

Außenminister Guido Westerwelle will die europäischen Märkte für Pakistans Produkte öffnen. Quelle: DAPD

Außenminister Guido Westerwelle will die europäischen Märkte für Pakistans Produkte öffnen.

HB LAHORE/BEHRA. Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat für eine stärkere Öffnung der europäischen Märkte für pakistanische Produkte plädiert, um das Land wirtschaftlich zu stabilisieren. Die europäischen Außenminister hätten dies bereits gebilligt, nun gehe es um die technische und wettbewerbsrechtliche Umsetzung, sagte Westerwelle am Samstag am Rande seines Besuchs in Pakistan. Das asiatische Land müsse gestützt werden, da es eine wichtige Rolle bei der Lösung des Afghanistan-Konflikts spiele.

Westerwelle unterstrich die Bedeutung der politischen Stabilität Pakistans für den Westen. „Deutschland hat ein ganz großes Interesse daran, dass Pakistan ein stabiles Land ist und bleibt“, sagte der Minister nach seiner Ankunft in Pakistan. Wegen Nebels konnte das deutsche Regierungsflugzeug nicht in der Hauptstadt Islamabad landen, sondern musste ins 250 Kilometer entfernte Lahore ausweichen. Westerwelle und seine Delegation machten sich mit drei Autobussen auf den mehrstündigen Weg in die Hauptstadt.

Auf der Fahrt sagte Westerwelle dem Land Unterstützung zu. „Was wir tun können, damit sich Pakistan stabilisiert, sollten wir tun. Auch in unserem eigenen Interesse“, erklärte der Minister. Pakistan sei auch wichtig, um für den Konflikt in Afghanistan eine politische Lösung zu finden. Es sei wichtig, dass sich die anderen Staaten der Region engagiert im Kampf gegen den Terrorismus beteiligen.

Wegen der geänderten Reiseroute geriet das Besuchsprogramm in Verzug. Eigentlich war in Islamabad ein Treffen Westerwelles mit Premierminister Yousaf Raza Gilani geplant. Es war jedoch unklar, ob dieser Termin noch zustande kam. Am Abend sollte auch ein Treffen mit Außenminister Shah Mahmood Qureshi stattfinden.

Pakistan mit seinen 170 Millionen Einwohnern gehört zu den Atommächten. Das Grenzgebiet zum Nachbarland Afghanistan gilt als wichtigstes Rückzugsgebiet von islamistischen Terroristen.

Am Sonntag will sich der Außenminister und FDP-Vorsitzende ein Bild von der Lage nach den schweren Überschwemmungen machen, die Pakistan im vergangenen Sommer heimgesucht hatten. Deutschland beteiligt sich an verschiedenen Hilfsprojekten. Bei der schlimmsten Hochwasser-Katastrophe in der Geschichte des Landes gab es mehr als 1700 Tote. Insgesamt waren 20 Millionen Menschen betroffen. Mehrere Millionen sind heute noch auf Hilfe angewiesen.

Innenpolitisch war die Entwicklung Pakistans zuletzt von einer Koalitionskrise geprägt. Premierminister Gilani gelang es erst am Freitag, den kleineren Koalitionspartner Partei MQM zur Rückkehr in die Regierung zu bewegen. Damit verfügt Gilanis Pakistanische Volkspartei (PPP), die zusammen mit mehreren kleineren Parteien regiert, wieder über eine Mehrheit im Parlament.

Kommentare (3)

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Islamismus stärken ?!?

08.01.2011, 15:44 Uhr

ich frage mich so langsam, wieso Westerwave, the Outside-Minister, dauernd in irgendwelchen Moslemstatten herumtourt.
Appeasement ?
Er wird wohl letztendlich auch noch dafür plädieren, das pakistanische blasphemiegestz gutzuheissen.
Allah akbar ... und klar auch demnächst im Okzident, Politikern wie Schwesterwelle sei Dank.

Margrit Steer

08.01.2011, 23:13 Uhr

ausgerechnet Paksitan stärken? Wie durchgeknallt ist die EU und unser Westerwelle?
Wann hören wir endlich auf, die Welt zu retten?
Das alles ist nicht aufgbe der EU
Das sind Länder die nie stabil werden nach unseren Maßstäben und wir sollten sie in Ruhe lassen.
Wir brauchen Pakistan nicht.
Was um Gottes Willen läuft denn ab, dass wir ständig die ganze Welt beglücken müssen und in Deutschland selbst liegt der Dreck meterhoch
in den Nachrichten konnte man heute Abend hören, was in Afghanistan abläuft unter den Aguend er westlichen Soldagten.
Der Rauschgifthandel blüht und mittlerweile sind Hundertausende Afghanen süchitg.
Dafür sterben deutsche Soldaten?

Micha

09.01.2011, 17:11 Uhr

Nur noch krank!
Mit solchen Aussagen kommt die FDP nur noch auf 0,5%!

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