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06.07.2014

12:50 Uhr

Auslandsreise

Merkel trifft Chinas Ministerpräsident Li

Kanzlerin Merkel ist auf der zweiten Station ihrer China-Reise in Peking angekommen. Im Mittepunkt der Gespräche stehen die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. Doch Merkel hat noch ein weiteres Anliegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lässt sich während ihrer China-Reise von Chefkoch Zhang Wei ein typisches Sechuan-Gericht vorkochen. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lässt sich während ihrer China-Reise von Chefkoch Zhang Wei ein typisches Sechuan-Gericht vorkochen.

PekingBundeskanzlerin Angela Merkel ist während ihrer China-Reise am Sonntag an ihrer zweiten und letzten Station in Peking eingetroffen. Am Abend kommt sie mit Ministerpräsident Li Keqiang zusammen. Am Montag empfängt sie Staatspräsident Xi Jinping mit militärischen Ehren in der Großen Halle des Volkes am Platz des Himmlischen Friedens.

Merkel wirbt für den weiteren Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit China, will aber auch Menschenrechtsfragen ansprechen. Als eher unwahrscheinlich galt aber, dass sie sich erfolgreich für den Wunsch des chinesischen Künstlers Ai Weiwei einsetzen kann, seine noch bis zum 13. Juli in Berlin geöffnete Ausstellung besuchen zu dürfen. Ai wird die Ausreise verweigert.

Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen

Handelsvolumen

China ist der nach Frankreich und den Niederlanden der größte Handelspartner Deutschlands. 2013 wurden Waren im Wert von mehr als 140 Milliarden Euro ausgetauscht. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass China in etwa zehn Jahren zum Handelspartner Nummer eins aufsteigen wird.

Exporte

Die Exporte nach China summierten sich 2013 auf rund 67 Milliarden Euro. Exportschlager sind Maschinen, Fahrzeuge und chemische Produkte. Für Unternehmen wie Audi ist China bereits der wichtigste Absatzmarkt.

Importe

Die Chinesen schickten 2013 Waren im Wert von gut 73 Milliarden Euro hierher und damit etwa viermal so viel wie 2000. Vor allem Computer, Handys und Elektronik liefert der Exportweltmeister nach Deutschland. Weitere Verkaufsschlager sind Bekleidung und elektrische Ausrüstungen.

Investitionen

Mehr als 26,5 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen bislang in China investiert. Etwa 4000 Firmen sind dort aktiv. Allein 2012 stiegen die deutschen Investitionen in der Volksrepublik um 28,5 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar. Umgekehrt zieht es immer mehr Chinesen nach Deutschland. 98 Unternehmen siedelten sich 2012 hierzulande neu an - China ist damit Auslandsinvestor Nummer drei, nach den USA und der Schweiz. 2000 Unternehmen sind inzwischen hier ansässig.

Am Vormittag hatte Merkel Chengdu besucht, die Hauptstadt der aufstrebenden westchinesischen Provinz Sichuan. Dabei hatte sie ein Sozialprojekt für Wanderarbeiter sowie ein Gemeinschaftsunternehmen von Volkswagen und dem chinesischen Automobilhersteller FAW besichtigt.
China gehört zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. Das Reich der Mitte war 2013 mit einem Ausfuhrwert von 67 Milliarden Euro nach den USA der zweitwichtigste Absatzmarkt der deutschen Wirtschaft außerhalb Europas und der fünftwichtigste überhaupt. Bei den Lieferländern belegte China mit einem Volumen von 73,4 Milliarden Euro nach den Niederlanden sogar Platz zwei.
Für die deutschen Schlüsselindustrien wie den Auto- und Maschinenbau ist der chinesische Markt von großer Bedeutung. Im vergangenen Jahr exportierte Deutschland Autos und Kraftfahrzeugteile im Wert von 17,6 Milliarden Euro. Für Maschinen und Anlagen ist China wichtigster Absatzmarkt. 2013 lieferten die deutschen Unternehmen dieser Branche Waren im Wert von etwa 17 Milliarden Euro in das asiatische Land. Zudem ist China nach den USA zweitwichtigster Investitionsstandort der Branche. Bei den Importen aus China steht Elektronik an erster Stelle.

Von

dpa

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