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29.07.2012

22:59 Uhr

Auslandsreise

Romney sorgt in Israel für den nächsten Eklat

Die Auslandsreise des US-Präsidentschaftskandidaten ist gepflastert mit Eklats. Nachdem Romney die Briten in Aufruhr gebracht hat, nannte er Jerusalem „Israels Hauptstadt“ – und trieb Palästinenser auf die Barrikaden.

Mitt Romney versucht in Europa sein außenpolitisches Profil zu schärfen. dapd

Mitt Romney versucht in Europa sein außenpolitisches Profil zu schärfen.

JerusalemDer designierte Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Mitt Romney, hat Jerusalem am Sonntag als „Israels Hauptstadt“ bezeichnet.

Bei einem Besuch in Jerusalem sagte Romney an der Seite von Bürgermeister Nir Barkat, er sei „sehr bewegt“, sich in „Jerusalem, Israels Hauptstadt“ aufzuhalten. Romney hielt auf Einladung der Jerusalem-Stiftung vor der Kulisse der Jerusalemer Stadtmauer einen Vortrag.

Die USA erkennen Jerusalem offiziell nicht als Hauptstadt Israels an. Ebenso wie die meisten anderen Staaten haben die USA ihre Botschaft in Tel Aviv.

Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erakat bezeichnete Romneys Worte als „inakzeptabel“. Mit der Erklärung zum Status Jerusalems schade Romney „den US-Interessen in der Region“ und den Bemühungen um Frieden, Sicherheit und Stabilität, fügte Erakat hinzu.

Rede vor Veteranen: Mitt Romney skizziert seine Außenpolitik

Rede vor Veteranen

Mitt Romney skizziert seine Außenpolitik

Mit seiner Rede vor US-Veteranen ging Mitt Romney sein Manko bei der Außenpolitik an.

Mit seinen Erklärungen unterstütze der Präsidentschaftsbewerber die israelische Besatzung des Ostteils der Stadt und die Siedlungspolitik.

Als der aktuelle US-Präsident Barack Obama sich 2008 in Israel aufhielt, hatte er ebenfalls von Jerusalem als Hauptstadt gesprochen, allerdings für die Zukunft.

Obama verknüpfte die Aussage, Jerusalem werde die Hauptstadt Israels sein, mit einem Hinweis darauf, dass zunächst eine abschließende Einigung zwischen Israel und den Palästinensern über die umstrittenen Gebiete gefunden werden müsse.

Der Ostteil Jerusalems wurde von Israel 1967 erobert. Seither siedelten sich dort mehr als 200.000 jüdische Siedler an. Die Palästinenser wollen im Ostteil Jerusalems die Hauptstadt ihres eigenen Staates einrichten.

Zum Auftakt seiner Europa-Reise hatte Romney in London an den britischen Fähigkeiten zur Ausrichtung der Olympischen Spiele gezweifelt und damit für einen Eklat gesorgt.

Der Zeitplan bis zu den US-Präsidentschaftswahlen

Parteitage

Vom 27. bis 30. August fand die Parteiversammlung der Republikaner in Tampa (Florida) statt. Noch bis zum 6. September, haben sich die Demokraten in Charlotte (North Carolina) versammelt. Dabei wird Präsident Obama offiziell zum Kandidaten bestimmt.

Schlussphase

3. Oktober: Erste von drei TV-Debatten der Kandidaten - 11. Oktober: TV-Debatte der Kandidaten als Vizepräsident - 6. November: Präsidentschaftswahl, außerdem US-Kongresswahlen - 20. Januar 2013: Vereidigung des neuen US-Präsidenten

Präsidentenwahl Teil 1

Am Dienstag nach dem ersten Montag im November (diesmal der 6.) wird endlich gewählt. Dann strömen die Amerikaner zu den Wahlurnen um ihre Wahlmänner zu bestimmen.

Präsidentenwahl Teil 2

Am Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember (diesmal der 17.) schreiten die Wahlmänner zur finalen Abstimmung. Sie wählen in ihrem jeweiligen Bundesstaat einen der beiden Kandidaten.

Auszählung und Vereidigung

Am 6. Januar 2013 werden die abgegebenen Stimmen gezählt, indem der Präsident des Senats die vorliest. Der Sieger der Wahl und somit der neue Präsident der USA wird am 20. Januar 2013 in Washington vereidigt.

Kommentare (52)

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Account gelöscht!

29.07.2012, 22:06 Uhr

Ich schaue diesen Typen an und werde das Gefühl nicht los dass dieser Schmierkomödiant ein Bush2 ist und die Welt in eine neue Katastrophe reissen wird.

Charbonnier

29.07.2012, 22:08 Uhr

Wieder ein reicher Amerikaner, der die Welt um sich herum nicht versteht. Und dieser Mann will Präsident der Vereinigten Staaten werden - mich schaudert bei dem Gedanken!

kit_fisto

29.07.2012, 22:17 Uhr

[...]. Saudi-Arabia is the root of all evil in the middle east, nobody seems to care though...how come? [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

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