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04.02.2014

14:48 Uhr

Aussageverweigerung

Chris Christies Stau-Skandal spitzt sich zu

Wusste Chris Christie wirklich nichts von der Racheaktion seiner Mitarbeiter? Der US-amerikanische Gouverneur steht wegen eines Stau-Skandal im medialen Kreuzfeuer. Eine enge Mitarbeitern schweigt beharrlich.

Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hatte sich bisher gute Chancen für eine Präsidentschaftskandidatur ausgemalt. Reuters

Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hatte sich bisher gute Chancen für eine Präsidentschaftskandidatur ausgemalt.

New YorkDer Stau-Skandal um den populären US-Politiker Chris Christie hat durch die Aussageverweigerung einer ehemaligen engen Mitarbeiterin an Brisanz gewonnen. Unmittelbar vor Ablauf ihrer Frist, sich zu dem Skandal zu äußern, berief sie sich auf das Recht, stumm zu bleiben und auch keine Unterlagen vorzulegen, wie die „New York Times“ am Dienstag berichtete.

Die Vertraute des Gouverneurs von New Jersey hatte im vergangenen September ein tagelanges schweres Verkehrschaos auf einer Brücke nach Manhattan offensichtlich als Racheakt per Email angeordnet. Christie, ein Republikaner, feuerte die Frau, als ihre Email im Januar bekannt wurde.

Der Politiker selbst beteuerte am Montagabend (Ortszeit) in einem Interview des Senders NJ101.5 erneut, nichts von dem Racheplan gewusst zu haben. Dagegen hatte ein anderer Vertrauter des schwergewichtigen Gouverneurs der „New York Times“ in der vergangenen Woche mitteilen lassen, er könne beweisen, dass Christie über den Plan informiert war.

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Aus mehreren im Januar veröffentlichten Emails geht hervor, dass die Verkehrsbehinderungen den Bürgermeister des Ortes Fort Lee auf der New-Jersey-Seite der Brücke strafen sollten, weil er Christie mangelhaft unterstützt hatte. Die Affäre beschäftigt US-Medien seit Wochen. Christie galt bisher als aussichtsreichster Kandidat der Republikaner für die Nachfolge von US-Präsident Barack Obama.

Von

dpa

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