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06.06.2013

16:43 Uhr

Ausschreitungen in der Türkei

Regierungschef Erdogan bleibt hart

Erdogan gibt auch kurz vor seiner Rückkehr in die Türkei nicht klein bei, sondern provoziert lieber: Die Umgestaltung des Gezi-Parks solle weitergehen. Außerdem seien Terroristen unter den Demonstranten.

Der türkische Regierungschef Erdogan sagt in Tunesien, zwischen den türkischen Demonstranten seien Terroristen. AFP

Der türkische Regierungschef Erdogan sagt in Tunesien, zwischen den türkischen Demonstranten seien Terroristen.

BrüsselDer türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan sieht unter den Teilnehmern der seit Tagen anhaltenden regierungskritischen Proteste auch Mitglieder einer „Terrororganisation“ am Werk. „Unter den Demonstranten sind Extremisten, einige sind in den Terrorismus verstrickt“, sagte Erdogan am Donnerstag in Tunesiens Hauptstadt Tunis laut der arabischen Übersetzung seiner Äußerungen. Er verwies dabei auf Mitglieder einer "Terrororganisation", die sich zu einem Anschlag auf die US-Botschaft am Februar in Ankara bekannt hatte.

Bei dem Selbstmordanschlag auf die US-Vertretung war Anfang Februar ein Wachmann getötet worden. Die linksextreme Gruppe Revolutionäre Volksbefreiungsfront (DHKP-C) übernahm später die Verantwortung für das Attentat.

Einer zentralen Forderung der Demonstranten, dem Stopp eines Bauvorhabens in Istanbul, erteilte Erdogan eine Absage: Er werde die Umgestaltung des Gezi-Parks in der Metropole vorantreiben, sagte Erdogan. Die landesweite Protestwelle hatte sich am vergangenen Freitag am Gewalteinsatz gegen eine Handvoll Parkschützer entzündet. Seitdem kam es vor allem in Istanbul und Ankara immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Erdogan wird am Donnerstagabend zurück in der Türkei erwartet.

Von

afp

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

06.06.2013, 17:34 Uhr

Ich persönlich würde Erdogan anraten, etwas leiser aufzutreten.
Denn diese Krawalle in der Türkei können auch ganz schnell zu einem handfesten Bürgerkrieg ausarten und dann hätte auch die Türkei einen arabischen bzw. türkischen Frühling.
Man kann ein Volk nur eine Zeit lang anlügen, aber nicht auf Dauer

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06.06.2013, 19:20 Uhr

Erdogan ist ein Wolf im Schafspelz. Der ist ein Islamist bis aufs Mark der Knochen. Bisher hat er das gut überspielen können.

Account gelöscht!

07.06.2013, 09:26 Uhr

Die Durchhalte- Mails Deutscher Politiker müssen sich vermutlich schon bei Erdogan stapeln. Ansonsten immer noch Ruhe bei politischen Anhängern Erdogans. Die Grünen,Roten,Linken schweigen die Aufstände aus. Aber zumindest erwarte ich von Angela Merkel die als einzige Politikerin Erdogan auch in der Türkei die Stirn bot, jetzt klare Worte zu finden. Sie sollte die Chance nutzen
und den Erdogans hier und in der Türkei klarmachen, dass ein System das Unterdrückt, keinen Platz in der EU finden wird. Auch wird die Türkei keine Großmacht,mit 12 Millionen Kurden die feindselig Erdogans gegenüber stehen, da er auf großen Teilen des Kurdenland sein Reich aufbauen will.

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