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18.08.2014

10:53 Uhr

Ausschreitungen in Ferguson

Gouverneur schickt die Nationalgarde

Nach dem Tod des schwarzen Teenagers bleibt die Lage in Ferguson angespannt: Trotz Ausnahmezustand ist es erneut zu schweren Ausschreitungen in der US-Stadt gekommen. Jetzt greift der Gouverneur zu drastischen Mitteln.

Eskalationen in Ferguson

Nationalgarde soll bei Rassenunruhen helfen

Eskalationen in Ferguson: Nationalgarde soll bei Rassenunruhen helfen

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FergusonNach tagelangen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei wird nun die Nationalgarde in der Kleinstadt Ferguson eingesetzt. Der Gouverneur des US-Bundesstaates Missouri, Jay Nixon, unterzeichnete am frühen Montagmorgen eine entsprechende Anordnung.

In der Nacht war es vor Inkrafttreten einer nächtlichen Ausgangssperre erneut zu Unruhen gekommen. Die Nationalgarde solle helfen, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen, sagte Nixon laut einer Mitteilung. Er verurteilte die Gewalt einzelner Menschen, die zunehmend die Bürger und die Betriebe in der Stadt gefährdeten.

Am Sonntagabend (Ortszeit) hatten die mit gepanzerten Fahrzeugen angerückten Sicherheitskräfte die Menschenmenge am Sonntagabend (Ortszeit) mit Tränengas auseinander getrieben, wobei einige der Gaskartuschen umgehend auf die Polizei zurückgeschleudert wurden. Örtliche Medien zeigten Bilder von Krawallmachern, die ein Schnellrestaurant demolierten.

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Es erinnert an den Fall des Teenagers Trayvon Martin 2012: In Missouri erschießt ein Beamter in einem Vorort einen schwarzen Jugendlichen – angeblich im Kampf. Die Öffentlichkeit will sich das nicht bieten lassen.

Laut dem Sender KMOV-TV griffen die Sicherheitskräfte erst ein, nachdem sie mit Molotow-Cocktails beworfen worden waren. Auch von Schüssen aus der Menge heraus wurde berichtet. Einige der größtenteils jungen Demonstranten reckten derweil Protestschilder gegen Polizeigewalt in die Höhe.

Die Ordnungskräfte des US-Bundesstaats Missouri hatten zuvor angekündigt, die zweite Nacht in Folge eine Ausgangssperre zu verhängen. Zu den Ausschreitungen kam es kurz vor dem Inkrafttreten der Ausgangssperre, die von Mitternacht bis zum frühen Montagmorgen gelten sollte.

Ferguson ist seit der Tötung des schwarzen Jugendlichen Michael Brown durch einen weißen Polizisten am 9. August Schauplatz von Unruhen und Protesten, da dem Schützen rassistische Motive unterstellt werden. Die erste Ausgangssperre in der Nacht zum Sonntag war von hunderten Demonstranten missachtet worden. Es gab sieben Festnahmen, eine Frau wurde durch Schüsse lebensgefährlich verletzt.

Kommentare (3)

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Herr peter Spirat

18.08.2014, 10:39 Uhr

Die USA, ein durch und durch friedliches Land, was Menschenrechte achtet und was einfach nötig ist, damit endlich der Weltfriede kommt.

Frau Pia Paff

18.08.2014, 11:15 Uhr

Jetzt haben die Dunklen wieder einen Anlaß ... um zu plündern!

Sergio Puntila

18.08.2014, 11:25 Uhr

Wie schon gesagt:

Es gibt keinen Rassimus.
Und Pia Paff sagt es uns eindrücklich:
es gibt keinen Rassismus.

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