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20.02.2014

07:11 Uhr

Ausschreitungen in Venezuela

Maduro reagiert auf Proteste mit Härte

Nicolás Maduro zeigt sich unversöhnlich, Demonstranten, die gegen ihn auf die Straße gehen, seien Teil eines „faschistischen“ Putsches. Den Oppositionsführer hat er schon aus dem Verkehr gezogen – nun droht er Bürgern.

Er geriert sich als Führer gegen den Präsidenten: Leopoldo Lopez stellte sich am Dienstag den venezuelanischen Behörden und könnte ins Gefängnis kommen. AFP

Er geriert sich als Führer gegen den Präsidenten: Leopoldo Lopez stellte sich am Dienstag den venezuelanischen Behörden und könnte ins Gefängnis kommen.

CaracasVor der mit Spannung erwarteten Anhörung des venezolanischen Oppositionsführers Leopoldo López ist es erneut zu Gewalt gekommen. Im Zentrum der Hauptstadt Caracas waren in der Nacht zum Donnerstag Schüsse zu hören, andernorts setzten Demonstranten auf den Straßen Müll in Brand und schleuderten Steine auf Truppen der Nationalgarde. Einige Straßen wurden blockiert und Barrikaden in Brand gesetzt. Hunderte Demonstranten besetzten zudem einen Grenzübergang zwischen Venezuelas und Kolumbien, wie lokale Medien berichteten. Die Aktion war als Unterstützung für die Opposition gedacht. Die Sicherheitskräfte reagierten mit dem Einsatz von Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen.

Angaben über Verletzte oder Todesopfer lagen zunächst nicht vor. Seit Beginn der Proteste gegen Präsident Nicolás Maduro in der vergangenen Woche kamen mindestens sechs Menschen um, Hunderte wurden verletzt.

Protestführer López war nach den Unruhen mit Haftbefehl gesucht worden. Er stellte sich am Dienstag der Polizei und sollte in seiner Militärzelle einem Richter vorgeführt werden. Dabei soll er erfahren, welche konkreten Vorwürfe wegen der Massenproteste gegen ihn erhoben werden. Unter anderem könnte López des Mordes beschuldigt werden. Noch bis Mittwochabend gab es dazu jedoch keine offizielle Stellungnahme.

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Tausende Demonstranten sind in Venezuela gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Bei zahlreichen Kundgebungen im ganzen Land protestierten sie gegen das jüngst verabschiedete Ermächtigungsgesetz.

López ist einer der bekanntesten Widersacher von Präsident Maduro. Dieser hatte ihm nach den Ausschreitungen vergangene Woche vorgeworfen, einen „faschistischen“ Putsch vorbereitet zu haben und einen Haftbefehl gegen ihn veranlasst. „Wir stehen vor einem sich weiter entfesselnden Staatsstreich gegen Venezuela. Der Chef des Faschismus ist schon gefangen, und ich werde das mit allen Faschisten machen, wo immer sie sein mögen“, sagte Maduro am Mittwochabend. Er forderte die Opposition zu einem Ende der Gewalt auf.

Kommentare (1)

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ausCaracas

20.02.2014, 15:26 Uhr

Es wird scharf geschossen in Venezuela!!! Um die anhaltenden Proteste zu beenden, sind letzte Nacht die bewaffneten Colectivos begleitet von der Polizei auf Motorrädern durch Caracas (und andere Städte) gezogen. Nachts äussert sich der Unmut der Menschen durch die sogenannten Cacerolazos. Als Cacerolazos bezeichnet man Demonstrationen, in denen die Demonstranten mit Löffeln gegen leere Töpfe schlagen. Da es in Venezuela gefährlich ist, sich auf offener Strasse zu bewegen, macht hier jeder seinen Cacerolazo im Fenster seiner Wohnung. Um diesen Protest zu brechen, schossen Polizei und Colectivos in die Fenster normaler Wohnhäuser.
Hier die Chronik der letzten Nacht: http://caracaschronicles.com/2014/02/19/19f/
http://www.el-nacional.com/
http://www.eluniversal.com/

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