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14.11.2015

14:33 Uhr

Ausschreitungen

Südkoreaner demonstrieren gegen ihre Regierung

70.000 Südkoreaner sind am Samstag auf die Straße gegangen um gegen ihre unternehmerfreundliche Präsidentin Park Guen Hye zu demonstrieren. Viele Demonstranten waren maskiert.

Es waren nicht die ersten Proteste gegen die Präsidentin. dpa

Südkorea

Es waren nicht die ersten Proteste gegen die Präsidentin.

SeoulRund 70 000 Menschen haben am Samstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul gegen die Regierung demonstriert. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Protestierende einsetzte. Mindestens zwölf Menschen wurden festgenommen.

Zu der Kundgebung hatten diverse Arbeitnehmer- und Bauerngruppen und Verbände aufgerufen. Sie kritisieren Präsidentin Park Guen Hye und ihre unternehmerfreundlichen Politik. Am Pranger steht auch Parks Entscheidung, ab 2017 nur noch staatliche Geschichtsbücher für den Schulunterricht zuzulassen.

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Viele der Demonstranten waren maskiert. Einige von ihnen forderten auf Bannern Parks Rücktritt und wandten sich gegen Entlassungen. Einige Teilnehmer blockierten eine Hauptverkehrsstraße in der Innenstadt von Seoul und gerieten mit Polizeibeamten aneinander. Die Polizei riegelte die Gegend mit Mannschaftsbussen ab. Die Demonstranten versuchten, die Polizeibusse mit eigenen Autos wegzuziehen.

Schon vorher hatte es Handgemenge geben. Mitglieder des koreanischen Gewerkschaftsbundes hatten Auseinandersetzungen mit Polizisten, die vergeblich versuchten, Verbandschef Han Sang Goon während einer Pressekonferenz festzunehmen. Ein Gericht in Seoul hatte einen Haftbefehl gegen den Gewerkschafter erlassen, weil er einen Prozesstermin verpasst hatte.

Präsidentin Park ist die Tochter des ermordeten Militärdiktators Park Chung Hee, der Südkorea in den 1960er und 1970er Jahren regiert hatte. Im Mai hatte die südkoreanische Polizei mehr als 40 Menschen festgenommen, als Proteste gegen die Regierung in Gewalt mündeten. Die Demonstration damals richtete sich die gegen die liberale Arbeitsmarktpolitik der Regierung und gegen deren schlechtes Management bei der Fährkatastrophe im vergangenen Jahr.

Von

ap

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