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06.03.2017

11:09 Uhr

Außenminister Gabriel

Verhältnis zur Türkei wieder normalisieren

Im Streit zwischen der Türkei und Deutschland, fordert Bundesaußenminister Sigmar Gabriel Besonnenheit, um die Situation wieder zu normalisieren. Präsident Erdogan warf Deutschland zuletzt „Nazi-Praktiken“ vor.

Sigmar Gabriel spricht sich für eine Normalisierung des deutsch-türkischen Verhältnisses aus. Sein Kollege, Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn, kritisierte das türkische Verhalten und Präsidenten Erdogan hingegen. Reuters, Sascha Rheker

Verhältnis normalisieren

Sigmar Gabriel spricht sich für eine Normalisierung des deutsch-türkischen Verhältnisses aus. Sein Kollege, Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn, kritisierte das türkische Verhalten und Präsidenten Erdogan hingegen.

BrüsselBundesaußenminister Sigmar Gabriel hat das Verhältnis zur Türkei nach den jüngsten Äußerungen von Präsident Recep Tayyip Erdogan als ausgesprochen angespannt beschrieben. „Ich glaube, unsere Aufgabe ist es, das wieder zu normalisieren“, sagte der Minister am Montag vor Beginn eines regulären Treffens mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Zu Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in EU-Staaten sagte Gabriel, dass jedes Land seine eigene Auffassung dazu habe und es in Deutschland eine klare Rechtslage gebe.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn kritisierte, dass die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei nur noch eine Schimäre sei und dort weder Gewaltenteilung noch Pressefreiheit bestehe. „Die Türkei ist ein großes Volk, aber zurzeit haben sie einen Präsidenten, der scheint außer Rand und Band zu sein.“ Die Türkei habe Besseres verdient. Der Forderung der österreichischen Regierung nach einem generellen Verbot der Wahlkampfauftritte von Politikern aus Drittstaaten wollte sich Asselborn nicht anschließen. Österreichs Außenminister Sebastian Kurz wiederholte in Brüssel dagegen diese Forderung. Es wäre aber nicht gut, eine Debatte über ein solches Verbot "im Nirvana" eines gemeinsamen Vorgehens der EU verschwinden zu lassen.

Erdogan hatte Deutschland vorgeworfen, mit der Untersagung von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker wie in der Nazi-Zeit zu handeln.

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Von

rtr

Kommentare (6)

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Herr Günther Schemutat

06.03.2017, 12:00 Uhr

Nachdem Merkel mit Ministerpräsident Yilderim eine Stunde um Frieden gebettelt hat
und die Bundeswehr doch schon als Pfand Erdogan unterstellt hat, ohne das er Merkel dazu fragen muss, meldet sich Gabriel nun vom Windelwechseln zurück.

Die neue Linie Deutscher Politiker im Spamchor wenn Journalisten fragen ob die EU sich nicht um das Türkenproblem kümmern muss und auch Auftrittsverbote aussprechen sollte.
Antwort:
Nein, die EU soll sich lieber um das Flüchtlingsproblem kümmern . Dahinter wird immer gerne vergessen, dass wir ein Flüchtlingsproblem dank Merkel haben,

Abertausende Ertrunkene die den Weg nach Deutschland gesucht haben , mussten mit ihren Kindern ertrinken ,weil Merkel einmal nicht rational gedacht hatte , sondern
sich hinreissen lies die Mutter Theresa zu spielen und dann von Deutschland geliebt zu werden. Dass ging so was von Schief, dass die marode Türkei jetzt Deutschland erpressen kann. Erdogan muss die Alleinmacht haben, denn in 3 Jahren liegt die Türkei an Boden obwohl Merkel Schutzgeld in Milliarden Höhe zahlt. Dann muss
durchgegriffen werden um den Bürgerkrieg in der Türkei zu beherrschen.

Gleichzeitig wiegelt er die Anhänger von Ihm in Deutschland auf, auf die Strassen zu gehen.

Sigmar Gabriel sollte endlich abtreten wie alle Verwaltungsmitglieder in Berlin

die alle untergetaucht sind . Wenn dann Politiker aus der 1, 2.und dritten Reihe und Özdemir immer vorneweg behaupten, wir müssen Türkische Politiker in Deutschland sprechen lassen, um unsere Meinungsfreiheit zu zeigen und Türken damit umzustimmen Erdogan nicht zu wählen , der hat völlig den verstand verloren.

Gerade das zeigt den Türken die Deutsche Schwäche und stärkt Erdogan , die Türken wählen Erdogan weil hier nur Dekadenz noch in der Politik zu finden ist

geparrt mit Angsthasen-Politik.

Novi Prinz

06.03.2017, 12:03 Uhr

Herr Erdogan erinnert mit „ Hakenkreuz und NationalSozialismus-Vergeich „ doch nur eine in Deutschland beliebte Erinnerungs- Kultur, die nicht vergessen werden darf.

Herr Paul Kersey

06.03.2017, 12:59 Uhr

Normalisierung der Beziehungen heißt aus Sicht Erdogans: Wir tun, was ER will!
Wenn das die Devise unseres neuen Außenminister ist. Bitte sehr!
Widerspruch wird von Erdogan nicht geduldet, somit gefährdet auch jede Meinung, die von seiner abweicht eine "Normalisierung" der Beziehungen. Ich weiß bald nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll.

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