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30.08.2015

14:05 Uhr

Außenminister in Kabul

Steinmeier dringt auf Verhandlungen mit den Taliban

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier auf Kurzbesuch in Kabul: Trotz der jüngsten Anschläge appelliert er an Präsident Ghani, die Friedensgespräche mit den radikalislamischen Taliban wieder aufzunehmen.

Sicherheit geht vor: Auf dem Rollfeld des Flughafens in Kabul legte der Bundesaußenminister eine Splitterschutzweste an. dpa

Steinmeier besucht Afghanistan

Sicherheit geht vor: Auf dem Rollfeld des Flughafens in Kabul legte der Bundesaußenminister eine Splitterschutzweste an.

KabulBei einem Besuch in Afghanistan hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) weitere Friedensverhandlungen mit den Taliban angemahnt. „Die einzigartige Chance der begonnenen Friedensgespräche darf nicht vertan werden“, sagte Steinmeier am Sonntag in Kabul.

Steinmeier war am Sonntagmorgen zu einem nicht angekündigten Besuch in Kabul eingetroffen. In der afghanischen Hauptstadt traf der Bundesaußenminister Staatschef Aschraf Ghani und andere Regierungsvertreter. Anschließend wollte Steinmeier zu Beratungen mit der Regierung in Islamabad nach Pakistan weiterreisen.

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Der SPD-Politiker appellierte an Präsident Aschraf Ghani, trotz der jüngsten Anschlagsserie mit Dutzenden Toten den begonnenen Annäherungsprozess mit den radikal-islamistischen Taliban-Milizen und dem Nachbarn Pakistan fortzusetzen. Die Friedensgespräche, die Ghani „mutig gestartet“ habe, müssten unbedingt fortgesetzt werden.

Eine erste Gesprächsrunde zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban hatte im Juli in der pakistanischen Stadt Murree stattgefunden, eine für Ende Juli geplante zweite Runde kam wegen des Machtwechsels bei den Taliban nach dem Tod ihres langjährigen Anführers Mullah Omar nicht zustande.

Die afghanischen Sicherheitskräfte müssen erstmals einer Sommeroffensive der Taliban praktisch allein die Stirn bieten. Der Nato-geführte Kampfeinsatz in Afghanistan war zum Jahreswechsel nach 13 Jahren zu Ende gegangen. Abgelöst wurde er durch einen Folgeeinsatz zur Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte durch Ausbildung und Beratung, an dem sich auch Deutschland beteiligt.

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